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Nur Krippenbetreuung wird teurer

Nur Krippenbetreuung wird teurer

Die Eltern, die ihre Mädchen und Jungen in Kinderkrippen Frohburgs betreuen lassen, müssen in Zukunft etwas tiefer in die Tasche greifen. Das beschloss der Stadtrat vorgestern Abend mit acht Ja- und vier Gegenstimmen sowie vier Enthaltungen und setzte dabei auf die Minimalvariante der Anhebung.

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Mädchen und Jungen in der Frohburger Krippe "Storchennest" in Frohburg.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. Die Elternbeiträge für Steppkes in den Kindergärten und Horten bleiben vorerst unverändert.

 

 

"Wer denkt, dass es sich die Verwaltung oder die Stadträte bei dieser Entscheidung leicht gemacht haben, wie es am Donnerstag in einer Lesermeinung behauptet wurde, der irrt gewaltig", hatte Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) zuvor betont. Im Grunde gab es für Frohburg keine Alternative. Denn der bisherige Elternbeitrag für den Krippenbereich betrug bisher monatlich bei voller Stundenzahlauslastung 170 Euro. Das entsprach nach der Betriebskostenabrechnung von 2012 lediglich 19,15 Prozent des Gesamtbeitrags. Der aber muss laut Gesetz zwischen 20 und 23 Prozent dieser Summe betragen. "Die Anpassung der Elternbeiträge ist keine freiwillige Aufgabe. Sie ist rechtlich durch das sächsische Kita-Gesetz festgelegt", erläuterte das Stadtoberhaupt. Nun soll der Betrag ab 1. April auf 185 Euro im Monat für den Krippenbereich steigen, was dann 20,84 Prozent des 2012er Ergebnisses entspräche. Hätte der Stadtrat seine Zustimmung verweigert, so wäre ein sofortiger Widerspruch des Bürgermeisters die Folge gewesen. Weil die Rechtsaufsicht von einer Stadt wie Frohburg, deren Haushalt nicht ausgeglichen ist, fordert, alle Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen.

 

 

Kosteneinsparungen in den zehn kommunalen Kindereinrichtungen der Stadt seien aber hinsichtlich der Sach- und Personalkosten nicht möglich, wurde aufgezeigt. Dort werde sparsam mit den Ressourcen umgangen und das für den Erziehungsdienst mindestens geforderte Personal beschäftigt. Doch die Heiz- und Energie- sowie Personalkosten stiegen.

 

 

So war vom Gremium in den Beratungen der Ausschüsse vor der Donnerstagssitzung abzuwägen, ob eine "große Variante" gewählt und die Elternbeträge in allen drei Kategorien angehoben werden sollen oder man sich für die jetzt gewählte entscheidet. Kindergarten und Hort liegen nach den Ergebnissen von 2012 mit 23,19 und 22,95 Prozent im Bereich der geforderten 20 bis 30 Prozent Anteil.

 

 

In der Vergangenheit waren die Elternbeiträge in Frohburg für die Kitas sowie die zwei Kindertagespflegestellen immer mehrere Jahre konstant. Ideal wäre, wenn dies auch künftig so bliebe. "Mit der jetzigen Erhöhung besteht allerdings die Gefahr, dass wir nach der nächsten Betriebskostenabrechnung auch hier unter die gesetzlichen Mindestgrenzen fallen. Gleiches gilt bei der nur knappen Erhöhung des Elternbeitrags in der Krippe", hatte Hiensch aufgezeigt. Es könne also durchaus sein, dass sich der im Mai neu gewählte Stadtrat nach der nächsten Betriebskostenabrechnung mit einer weiteren Erhöhung auseinandersetzen müsse.

 

 

Kritisiert wurde von Stadträten, dass die Landeszuschüsse seit Jahren bei unverändert 1875 Euro - berechnet auf eine tägliche neunstündige Betreuungszeit - je aufgenommenes Kind lägen und sich nicht erhöht hätten. "Dabei müsste uns doch daran gelegen sein, dass mehr Nachwuchs geboren wird, der dann gut behütet aufwachsen kann", so Roland Pfaff (FDP).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.03.2014
Thomas Lang

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