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Geithain Obergräfenhain: Windstrom-Investor rechnet demnächst mit Genehmigung
Region Geithain Obergräfenhain: Windstrom-Investor rechnet demnächst mit Genehmigung
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08:58 02.03.2012
Nahe Obergräfenhain wird demnächst wohl eine weitere Windkraftanlage errichtet.
Obergräfenhain

Zwar bleibt die Stadt Penig bei ihrem ausdrücklichen Nein zur Errichtung des knapp 100 Meter hohen Bauwerks - auch nachdem der Landkreis Mittelsachsen die Kommune ultimativ zu einem Überdenken dieser Position aufforderte.

Der Landkreis nämlich ist ganz anderer Auffassung, was die Zulässigkeit und Rechtmäßigkeit des Vorhabens betrifft. Der geplante Standort sei „der Lage nach dem Eignungs-/Vorranggebiet zuzuordnen", widersprach die Behörde der Stadt schon vor Wochen. Und auch Lärmentwicklung und Schattenwurf - das beides die Lebensqualität schmälern könnte, befürchten aus der Erfahrung mit anderen Windrädern jene Obergräfenhainer, die recht nah an der geplanten Anlage wohnen - seien laut Landratsamt kein Hinderungsgrund, weil gegebenenfalls durch Leistungsreduzierung in der Nacht, Nachtabschaltung und Schattenabschaltmodul zu regeln. Während der Peniger Stadtrat Mitte Februar auf seinem Standpunkt beharrte, lässt sich der Kreis aber Zeit offenbar mit dem nun möglichen und angekündigten Ausfertigen der Baugenehmigung. „Die Prüfung, ob das gemeindliche Einvernehmen zu ersetzen ist, wurde noch nicht abgeschlossen", sagt Kreissprecher André Kaiser der LVZ.

Die Investoren Ulrich Gumpert und Dr. Dagmar Bergert sehen das gelassen.

„Auf alle Fälle rechnen wir damit, dass wir die Genehmigung kriegen. Bauen aber werden wir zeitigstens im Herbst, wahrscheinlich aber erst nächstes Jahr", sagt Gumpert. Das Unternehmen, das nahe Obergräfenhain bereits drei Anlagen betreibt, hätte gern „noch optimierter" gebaut, doch durch das Projekt eines weiteren Investors auf Lunzenauer Flur habe er seine Anlage ein Stück näher gen Obergräfenhain verschieben müssen: „Sie liegt aber immer noch klar innerhalb der Grenzen des Vorranggebietes." Dass das Vorhaben in Penig - im Gegensatz zu anderen Kommunen - auf derartigen Widerstand stoße, könne er nicht verstehen, sagt Gumpert. Nicht nur aus energiepolitischer Sicht, sondern auch aus wirtschaftlicher: „Die Stadt kriegt seit Jahren Gewerbesteuer von uns, zuverlässig und krisenfest."

Ekkehard Schulreich

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