Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Obergräfenhainer Dachziegelwerker haben gut zu tun
Region Geithain Obergräfenhainer Dachziegelwerker haben gut zu tun
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:04 18.12.2015
Gut zu tun haben die Obergräfenhainer Dachziegelwerker. Lastzüge transportieren die Produkte in zahlreiche Länder. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Penig/Obergräfenhain

Erneut keine Kurzarbeit über den Jahreswechsel im Dachziegelwerk Obergräfenhain: „Unsere Produktion läuft durch”, sagt Heino Kleine, der das zur Braas GmbH gehörende Werk leitet. „Für unser Werk war es wie für das Unternehmen insgesamt ein gutes Jahr. Unsere stabile Position konnte ausgebaut werden, der Exportanteil ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Den Export weiter auszubauen – vor allem nach Osteuropa -, strebe man auch 2016 an. Das sei auch wichtig, so Kleine. Denn in Deutschland werde zwar nach wie vor in neue Gebäude investiert, „jedoch nicht in dem Maße, wie die Bedachungsbranche es sich wünschen würde“. Das liege auch daran, dass häufiger Mehrfamilienhäuser entstünden. Geschossbau benötige aber weniger Dach als der Bau von Einfamilienhäusern.

„Wir glauben, dass sich der Bedachungsmarkt auf einem Niveau eingependelt hat, der derzeit keine großen Entwicklungen nach unten oder oben erwarten lässt“, sagt Heino Kleine. Er sei stabil, das erlaube einen optimistischen Ausblick. Im zu Ende gehenden Jahr habe Braas neue Biber-Produkte aus Obergräfenhain auf den Markt gebracht, 2016 folgten neue Farben und Ergänzungen beim Zubehör. Zudem wurde eine neue Verpackungsanlage installiert, mit deren Hilfe die Dachziegel auf Paletten zusätzlich mit Folie verpackt werden. Das dient vor allem der Verbesserung der Transportsicherheit. Zu Jahresbeginn soll die Anlage starten.

Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 184 konstant. Durch Rente bedingte Austritte wurden durch Neueinstellungen ausgeglichen. „Wir freuen uns, dass alle Auszubildenden übernommen werden konnten“, so der Werkleiter. Man habe sie bereits in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche integriert; sie machten dort einen guten Job. Aktuell befinden sich in Obergräfenhain acht junge Leute in der Berufsausbildung zu Mechatronikern, Industriekeramikern, Instandhaltungsmechanikern und Fachkräften für Lagerlogistik.

Weil die Rohstoff-Vorräte in der Tongrube Narsdorf II in absehbarer Zeit erschöpft sind, müht sich Braas bereits länger als ein Jahrzehnt um den Aufschluss eines neuen Tontagebaus. Ende Oktober fand in Obergräfenhain ein vom Sächsischen Oberbergamt – als für das Zulassungsverfahren federführende Behörde – durchgeführter, nicht öffentlicher Erörterungstermin statt. Geladen waren die Vertreter öffentlicher Belange – Gemeinden, Behörden und Versorger – sowie vom Vorhaben betroffene Privatpersonen, die eine Stellungnahme eingereicht hatten. Der Termin ist ein wesentlicher Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens. Dessen Ziel die Zulassung des bergrechtlichen Rahmenbetriebsplans. „Mit dem Planfeststellungsbeschluss ist frühestens Ende 2016 zu rechnen“, sagt Heino Kleine. Aus seiner Sicht bringt der neue Tontagebau Rathendorf/Langenleuba-Oberhain keine Beeinträchtigungen für die Einwohner von Rathendorf und Jahnshain. Kleine verweist auf eine Umweltverträglichkeitsstudie und auf Gutachten zu allen umweltrelevanten Schutzgütern. „Aufgrund der Gutachten gehen wir davon aus, dass es für die Einwohner zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen kommen wird.“

Voraussichtlich in anderthalb Jahren soll der erste Ton aus dem neuen Tagebau auf separaten Wegen in das Dachziegelwerk rollen. Der im Umfeld von Obergräfenhain vorkommende sogenannte Narsdorfer Lehm sei der wesentliche Bestandteil der im Werk hergestellten Dachziegel. „Eine langfristige Rohstoffsicherheit von Narsdorfer Lehm ist daher unerlässlich zur Sicherung und Fortentwicklung des Standortes.“

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Über dem Leipziger Symphonieorchester und der Sächsischen Bläserphilharmonie schwebt das Damoklesschwert. Möglicherweise wird ein Orchester aufgelöst. Das ist für Musiker belastend, von denen kaum einer andere Perspektiven hat.

17.12.2015

Gut sitzen können die Bad Lausicker Oberschüler seit Kurzem auf dem neu gestalteten Schulhof. Dem Förderverein der Oberschule ist die Anschaffung von Bänken zu verdanken. Ein Beispiel für das Wirken des Vereins, der vor 20 Jahren gegründet wurde.

17.12.2015

Nach vier Jahrzehnten reicht es nicht, einfach neuen Asphalt aufzuziehen: Die Stadt Geithain will die Fröbelstraße im Neubaugebiet Geithain-West grundhaft instandsetzen. An ihr befinden sich die beiden privaten Gymnasien. Entsprechend hoch ist die Verkehrsfrequenz.

16.12.2015
Anzeige