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Geithain Oberschule in Frohburg eröffnet Schulanbau
Region Geithain Oberschule in Frohburg eröffnet Schulanbau
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00:19 07.02.2018
offizielle Eröffnung des Anbaues der OS Frohburg zum Tag der offnen Tür - hier vl Thomas Seifert vom Architektenbüro über gibt Baudoku an BG Wolfgang Hiensch und Schulleiter Ingolf Pfretzschner vl MTL BOG LVZ Foto: Jens Paul Taubert Quelle: Jens Paul Taubert
Frohburg

In die Lernbedingungen der Schüler unmittelbar investieren, das halte man für unverzichtbar, sagte der Frohburger Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Der knapp 2,9 Millionen Euro teure Anbau an die Oberschule, der am Sonnabend Vormittag offiziell übergeben wurde und den zum parallelen Tag der offenen Tür mehrere Hundert Neugierige besichtigten, sei ein nachdrücklicher Beleg dafür. „Geld, das in die Bildungsinfrastruktur fließt, muss vor allem unseren Kindern zugute kommen“, sagte er und kritisierte mitunter übertriebene Auflagen, zuallererst in Brandschutz und energetische Verbesserungen zu investieren. Der Anbau umfasst moderne, großzügige Fachkabinette, Vorbereitungszimmer und Toiletten und ermöglicht dank eines Fahrstuhls einen barrierefreien Zugang zum gesamten Schulkomplex.

Frohburg hat mit der Erweiterung eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen, sagte Landrat Henry Graichen (CDU). Seit Beginn der Planungen sei die Zahl der Oberschüler um mehr als ein Drittel gewachsen, und auch im Landkreis steige die Zahl der Geburten auf inzwischen mehr als 2000 pro Jahr. Aktuell lernen in der Frohburger Oberschule 380 Mädchen und Jungen in 18 Klassen, Tendenz steigend.

„Nur eine Gesellschaft, in der an erster Stelle die Kinder stehen, kann furchtlos in die Zukunft sehen“, sagte Schulleiter Ingo Pfretzschner. In Frohburg werde in diesem Sinne nicht nur das Nötigste getan, sondern „das Unmögliche möglich“ gemacht. Die anderthalb Jahre Bauzeit während des normalen Unterrichtsbetriebes habe man gut bewältigt: „Und von dem Ergebnis sind Schüler und Lehrer gleichermaßen begeistert.“ Dass Pfretzschner, als er 2010 mit seiner Idee einer Schul-Erweiterung in Stadtrat und Rathaus auf Skepsis bis Ablehnung traf, räumte der Bürgermeister in der Rückschau freimütig ein. Seit der Wende habe man schon Millionen in Schule und neue Sporthalle investiert, und im Altgebäude habe zu DDR-Zeiten schließlich eine dreizügige Zehn-Klassen-POS Platz gehabt. 2013 aber habe man erkannt, dass diese Investition Chancen biete, und man habe sie gegen Widerstände, etwa von Denkmalschützern, durchgesetzt.

Ziel war es nun, den Anbau im Sommer 2017 zu übergeben. Um das zu schaffen, trug der Stadtrat das Risiko, noch vor Eintreffen des unterschriebenen Fördermittel-Bescheides aus Dresden – 1,1 Millionen Euro schwer – loszulegen. Später sorgten Komplikationen für vier Monate Bauverzug, doch, meinte Hiensch, der allen am Bau Beteiligten dankte: „Es ist wie beim Fußball: Es zählt das Ergebnis.“

Georg-Ludwig von Breitenbuch, CDU-Stadtrat und sächsischer Finanzpolitiker, nutzte den Festakt in der Aula, um der Stadt weitere 1,1 Millionen Euro zuzusichern: Diese sogenannte Sonderbedarfszuweisung des Landes, um die Eingliederung von Kohren-Sahlis in die Stadt Frohburg finanziell abzufedern, werde man nutzen, „um Altes abzuarbeiten und nach vorne zu arbeiten“. In Kohren-Sahlis und Frohburg hatte man um diesen Zuschuss gebangt, war günstigenfalls von 700 000 Euro ausgegangen.

Von Ekkehard Schulreich

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