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Geithain Ohne Vögel fehlen am Teichhaus Eschefeld die Fische
Region Geithain Ohne Vögel fehlen am Teichhaus Eschefeld die Fische
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00:32 29.10.2015
Naturschutz geht durch den Magen: Teichhaus-Ehrenamtler Heiko Tränkner offeriert den Herbstfest-Besuchern geräucherte Regenbogenforelle. Quelle: Roger Diete
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Frohburg/Eschefeld

Davon jedoch kann im Zusammenhang mit den Eschefelder Teichen nicht die Rede sein. Denn dem weit über den Landkreis Leipzig hinaus bekannten Naturkleinod, das Ornithologen aus nah und fern anlockte und auch Sachsens größtes Brutgebiet des Schwarzhalstauchers beherbergte, mangelt es an Wasser.

Darüber hinwegzutäuschen vermag auch der Stand des größten Gewässers im Naturschutzgebiet, dem Großteich, nicht, der in diesem Jahr deutlich über dem des Vorjahres liegt. "Der Schmerz über den Zustand des Teichgebietes ist sehr groß", bekennt der 65-Jährige, der seit einem guten Jahrzehnt ehrenamtlich für den Nabu in Eschefeld aktiv ist. "In diesem Jahr haben nur ganz wenige Vögel hier gebrütet, denn ohne Wasser gibt es keine Fische, und ohne die wiederum keine gefiederten Gäste", so Joachim Krüger, in dessen Stimme auch dann kein hoffnungsvollerer Klang Einzug hält, wenn er auf die Ankündigungen des Landratsamtes angesprochen wird, dem Wassermangel baulich entgegenzusteuern. "Ich höre Ankündigungen dieser Art seit einigen Jahren, getan jedoch hat sich bislang kaum etwas."

Ein wenig diplomatischer formulieren muss diese Thematik Janine Kirchner, die in diesem Frühjahr mit Unterstützung des Bundesfreiwilligendienstlers Philipp Wöhner die Wiederbelebung der seit vorigem November geschlossenen Naturschutzstation in Angriff genommen hat. "Ich weiß, dass es diesbezüglich Gespräche gibt", so die studierte Medien- und Kulturwissenschaftlerin, die für die Herbstfest-Besucher nicht nur geräucherte Regenbogenforelle, handgemachtes Liedgut und Backwerk im Angebot hatte, sondern darüber hinaus die Botschaft, dass wieder Leben ins Teichhaus eingekehrt ist.

Um diese Botschaft der Welt mitzuteilen, so die 31-jährige gebürtige Rostockerin, sei die Mund-zu-Mund-Propaganda wichtiger denn je. "Wir haben bereits jede Menge Werbung in diversen Formen betrieben, aber ich habe den Eindruck, dass die Menschen in gewisser Weise abgefüllt sind", so Wöhner. Umso wichtiger sei der direkte Kontakt zu den Menschen in der Region, um auf diese Weise Multiplikatoren zu gewinnen. Für Angebote, die von geführten Exkursionen in das Teichgebiet über die Zurverfügungstellung des Teichhauses als Gästeherberge sowie als Tagungs- und Veranstaltungsort bis hin zur Organisation von Projekttagen und Projektwochen mit Schwerpunkt auf dem Nachwuchs reichen. "An die Schulen in der Region haben wir unsere Angebote verschickt, jetzt ist es an ihnen, sie anzunehmen", so Janine Kirchner.

Roger Dietze

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