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Geithain Oldtimerverein Kohren-Sahlis fühlt sich von Stadt im Stich gelassen
Region Geithain Oldtimerverein Kohren-Sahlis fühlt sich von Stadt im Stich gelassen
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14:16 26.09.2012
Die Oldtimerfreunde der Töpferstadt sind sauer auf die Stadtverwaltung. Quelle: Thomas Lang
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Kohren-Sahlis

Der gesamte Vereinsvorstand nahm deshalb die Gelegenheit wahr, in der Bürgerfragestunde den Standpunkt des Vereins darzulegen und die Fragen dazu an das Gremium zu stellen. Karsten Krüger war auserkoren, jene zwei Dinge zu schildern, die die Oldtimerfreunde in den vergangenen Wochen so erregten. Stein des Anstoßes war zum einen, dass der Antrag des Vereins zum Oldtimertreffen am 12. August an die Stadtverwaltung, eine städtische Parkanlage und einen Teil der Parkfläche auf dem Montottoner Platz kostenfrei nutzen zu können, um dort Platz für Dinge von „Linders Kinderwelt" zu haben, nicht entsprochen wurde (die LVZ berichtete). Linder hätte als Vereinsmitglied seine Belustigungen kostenlos beigesteuert. „Denn dieser Tag soll mehr und mehr zu einem für die ganze Familie werden, zieht immer mehr Leute an, der Platz reicht einfach nicht. Wir sind deshalb schon einst vom Markt zum Lindenvorwerk und von dort nun aufs Gelände der ehemaligen Firma Lätzsch gerückt", verdeutlichte Krüger. Damit werbe der Verein ja für die Stadt, nehme zudem keinen Eintritt. Ergo könnte und müsste nach Auffassung der Vereinsmitglieder die Kommune ihren Anteil leisten. Zweiter Knackpunkt war, dass am Töpfermarktsonnabend eine Oldtimer-Fahrt des Autohauses Eckert mit immerhin 300 bis 400 Fahrzeugen durch Kohren-Sahlis führen sollte. „Die Route verlief unterhalb des Marktes durch die Friedensstraße in die Steingasse, war vom Landratsamt genehmigt. Es war sogar ein Boxenstopp geplant bei uns. Doch die Stadtverwaltung verweigerte die Durchfahrt. Sollen wir also künftig mit Veranstaltungen in andere Orte gehen? Angebote von Kommunen liegen vor", so Krüger. Nein, das soll der Verein nicht, beschied Kohrens Bürgermeister Siegmund Mohaupt, der die bisherige Arbeit der Oldtimerfreunde würdigte. Das Problem sei das derzeit geltende Satzungsrecht in der Töpferstadt. „Wir müssen und werden aber nachdenken, ob die Sondernutzungssatzung entsprechend geändert werden kann", versicherte er. Allerdings müsse eine Lösung gefunden werden, die für alle Vereine dann gleichermaßen gelte. Das unterstützte auch Stadtrat Gerhard Häßler (FDP): „Wir haben von dem Sachverhalt als Stadträte erst im Nachhinein erfahren. Offensichtlich ist nicht ausreichend miteinander kommuniziert worden. Doch die Möglichkeiten, die die Stadt hat, um Vereine zu unterstützen, sollten von ihr genutzt werden. Gerade angesichts zahlreicher Freizeitofferten im Leipziger Südraum müssen wir mit unseren Pfunden gegenhalten." Das sah Stadtrat Thomas Pohling (CDU) nicht anders: „Sicher konnte die Stadtverwaltung in der Vergangenheit nicht anders, als nach den Satzungen zu handeln. Hier müssen wir ansetzen." Das soll schnellstmöglich in den Ausschüssen passieren, denn nicht nur die Abgeordnete Gundula Müller, selbst im Topfmarktverein, machte darauf aufmerksam: „Die Planungen für 2013 in den Vereinen laufen schon."

Thomas Lang

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