Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Ostern in Flößberg ohne frische Straußen-Eier
Region Geithain Ostern in Flößberg ohne frische Straußen-Eier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:51 31.03.2010
Anzeige

s zu zwei Kilo wiegen. Günther Friedrich aus Flößberg kann das seit fünf Jahren. Da nämlich begannen der rüstige Rentner und seine Kinder, nordafrikanische Strauße auf dem weitläufigen Grundstück am Beuchaer Weg als Hobby zu halten und zu züchten. 

Wobei auch bei ihm in diesem Jahr auf dem Ostertisch zumindest frische Jumbo-Versionen fehlen.

„Weil es so lange kalt war, ist der Brutprozess etwas ins Stocken gekommen. Obwohl Balzzeit eigentlich von Februar bis September ist“, erklärt der Flößberger den Grund. „Doch ich habe gesehen, dass in den vergangenen Tagen meine Strauße mit dem Legen anfingen. Also ist bei einer Brutzeit von etwa anderthalb Monaten noch vor Pfingsten damit zu rechnen.“

Dann dürften durch die Hände des Halters von etwa anderthalb Dutzenden Tieren wieder hunderte Straußeneier gehen. Liegt die natürliche Legeleistung geschlechtsreifer Straußenhennen bei zwölf bis 18 Eiern, so kann die – werden Eier weggenommen – auf 50 bis 80 steigen. Allerdings ist das Stibitzen wahrlich nicht ungefährlich, weiß der Hobbyzüchter. Denn die Tiere lassen rund um die Uhr ihre Eier nicht aus dem Auge. Will jemand an ihr Gelege ran, wehren sich die Tiere mit kraftvollen Tritten, können mit solchen in der Wildnis sogar Raubtiere erlegen. Selbst der inzwischen erfahrene Friedrich musste das mehrfach schmerzlich zur Kenntnis nehmen. Dennoch gelingt es ihm immer wieder, dass ein Teil der Eier den Weg in den Brutschrank nehmen, zum Verzehr verkauft oder einem Maler der Gegend zum kunstvollen Verzieren überlassen werden kann. 

Ersteres ist unabdingbar, da in der Natur die Kükenverluste bei Straußen mit 50 bis 90 Prozent sehr hoch sind. „Vor allem haben es die Küken beim Schlüpfen schwer, von innen die harte Schale zu durchstoßen“, benennt der Halter als Ursache. 

Jene Eier, die in der Pfanne landen und in etwa 25 bis 30 normalen Hühnereiern entsprechen, sind überdies sehr begehrt. „Vor allem Gruppen oder Vereine sind scharf darauf, um Omeletts oder Riesenrühreier zu bereiten, wenn sie ‘ne Fete haben“, begründet das Friedrich.

Österliches Flair dagegen kommt durch jene Kunstwerke auf, die ein befreundeter Maler mit Landschafts- und Tieransichten, Blumenornamenten oder Ostermotiven versah. Daran mangelt es auch diesmal bei Familie Friedrich auf dem Festtagstisch nicht. 

 

Thomas Lang

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

 

Borna. Der Jugendhilfeausschuss beauftragte die Kreisverwaltung, die Viertelmillion Euro, um die das Land Sachsen die Jugendpauschale gekürzt hat, im Kreisetat bereitzustellen.

30.03.2010

Der erste Flohmarkt des Jahres steigt am Sonnabend ab 10 Uhr im Geithainer Tierpark. Die Stände sind über das Gelände des Parkes verteilt, das ein ganz besonderes Ambiente zum Bummeln, Stöbern, Schauen und Kaufen bietet.

29.03.2010

Der Frohburger Werner-Jürgen Jaschke will eine Bürgerinitiative ins Leben rufen. Sie soll jene Kommunen unterstützen, die eine drohende Bauverschiebung der Autobahnanbindung bei Frohburg treffen würde.

29.03.2010
Anzeige