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Partnerschaft Geithain – Veitshöchheim: Sachsen und Franken liebäugeln mit Preis

Stiftung „Lebendige Stadt“ Partnerschaft Geithain – Veitshöchheim: Sachsen und Franken liebäugeln mit Preis

Veitshöchheim und Geithain müssen niemandem etwas beweisen: Trotzdem ist der Preis, den die Stiftung „Lebendige Stadt“ auslobt, erstrebenswert – als ein Sahnehäubchen auf die engen Beziehungen, die die Menschen beider Kommunen seit 27 Jahren pflegen und die getrost als beispielhaft gelten dürfen.

Seit Juli 2016 hat Geithain einen Veitshöchheimer Platz. Hier bei der Namensgebung Geithains Stadtchef Frank Rudolph (vorn li.) und Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Wer eine Städtepartnerschaft zwischen Ost und West sucht, die über die Euphorie der deutschen Wiedervereinigung und der Nachwende-Jahre bis heute quicklebendig und herzlich ist und auf vielen Ebenen gepflegt wird, der wird in Geithain und dem fränkischen Veitshöchheim fündig. Die Stiftung „Lebendige Stadt“ lobt ihren Stiftungspreis 2017 aus und sucht genau solche engen Bande zwischen Kommunen und den dort lebenden Menschen.

„Sie sind von je her ein wichtiges Instrument der Völkerverständigung und des gegenseitigen Kennenlernens. Auch in der globalisierten und digitalisierten Welt des 21. Jahrhunderts haben lebendige Städtepartnerschaften noch immer große Bedeutung“, heißt es in der Ausschreibung. Dass Geithain und Veitshöchheim sich dafür bewerben sollten, stehe außer Frage, sagte der Geithainer Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März. Der Preis ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert.

„Die Bewerbung ist Zeugnis der hervorragenden Partnerschaft. Auf die wir seit 27 Jahren stolz, was wir gerne auch über die Grenzen unserer beider Kommunen hinaus zum Ausdruck bringen möchten“, sagt Jürgen Götz (CSU/VM), 1. Bürgermeister von Veitshöchheim. „Wir hoffen natürlich, bei der Preisverleihung in der Elbphilharmonie in Hamburg zu den Preisträgern zu gehören.“ Das Preisgeld könne in vielfältige gemeinsame Projekte fließen.

Für Götz ist entscheidend, dass sich die Kontakte längst nicht nur auf Verwaltungsebene abspielten. „Es finden Menschen zueinander durch Begegnungen zwischen Vereinen, Schulen, Institutionen und zwischen Privatpersonen. Häufige gegenseitige Besuche und die Einbindung der jeweiligen Partnerstadt ins Ortsgeschehen des Partners sind dafür ein Rezept.“

Was Veitshöchheim und Geithain aneinander bindet, ist ausführlich in Bild und Text dargestellt in einem Buch, was 2015, zum 25-jährigen Bestehen des Partnerschaftsvertrages, herausgegeben wurde. Das betrachtet Gabriele Sporbert, Geithainer CDU-Stadträtin und Partnerschaftsbeauftragte, als ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben: „Das Buch ist mit Herzblut gestaltet und spiegelt wider, wie lebendig die Kontakte sind.“

Dass es in Veitshöchheim seit Jahren eine Geithainer Allee gebe und in Geithain seit dem vergangenen Sommer einen Veitshöchheimer Platz, seien wichtige Symbole. Viel wichtiger aber seien der wiederkehrende Austausch der Vereine, etwa der Karnevalisten, das Miteinander der Kirchgemeinden – Stichwort Projektchor-Konzerte zur Unterstützung gemeinnütziger Zwecke – und die vielen Freundschaften zwischen Familien, die längst die nächsten Generationen einbezögen. Spätestens zum Weinfest im Frühsommer reisten wieder zahlreiche Geithainer ins Fränkische, sagt Sporbert. Und der Glühweinstand der Veitshöchheimer auf dem Geithainer Weihnachtsmarkt sei längst eine Institution.

Den Stiftungspreis zu gewinnen, das stehe bei allem Ehrgeiz gar nicht im Vordergrund, meint Gabriele Sporbert: „Wir wollen einfach zeigen, wie gut eine Partnerschaft funktionieren kann.“ Das sei nicht zuletzt ein Stück Imagegepflege und eine Bestätigung. „Die gemeinsame Tradition, Kultur und Geschichte ist Anlass und Verpflichtung, für die Zukunft unserer Kommunen in Frieden und Freiheit die Partnerschaft zum Wohle unserer Orte mit Leben zu erfüllen“, zitiert Jürgen Götz aus der Urkunde, der den Bund beider Orte 1990 besiegelte. Daran habe sich bis heute kein Deut geändert. Er sei froh, das man in diesem wichtigen Sinne vieles gemeinsam erreicht habe – und man sei nach 27 Jahren keinesfalls schon am Ende angekommen.

Von Ekkehard Schulreich

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