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Geithain Personelle Nöte drohen in Frohburg
Region Geithain Personelle Nöte drohen in Frohburg
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16:40 07.03.2011
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. Derzeit sind hier noch 19 Frauen und Männer über diese Möglichkeit tätig. Sie sind wöchentlich 567 Stunden im Einsatz. Doch die verkündete Kürzung von ABM-Stellen und Ein-Euro-Jobs, der Wegfall des Zivildienstes und das Auslaufen des Förderprogramms Kommunal-Kombi brächte die Kommune in ziemliche Schwulitäten.

Die Aufgaben, die diese Zusatzkräfte jahrelang bewältigten, sind vielfältig. Das reicht von Hausmeisterdiensten in den Kindertagesstätten durch Zivildienstleistende und die Betreuung der Senioren und des Frohburger Obdachlosenhauses über umweltverbessernde Maßnahmen bis zu Projektarbeiten in Kitas oder der Betreuung von Sport- und Vereinsgruppen in den Sportstätten. „Dadurch konnte die Kommune deutlich Personalkosten sparen", bekräftigte Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch auf der jüngsten Stadtratssitzung. Nun müsse die Stadt schnell umdenken, um all diese Aufgaben künftig ohne geförderte Kräfte absichern zu können. „Gegenwärtig arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck daran, Lösungen zu finden", versicherte das Stadtoberhaupt. Da die Kitas von den Zusatzkräften vor allem im technischen Bereich profitierten, sei dieser besonders schwer betroffen, vor allem Kindereinrichtungen und die Schule im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Eulatal. Die Arbeiten reichten dort gegenwärtig von der Essensausgabe und Reinigung in Einrichtungen über das Sauberhalten der Bushaltestellen und Trauerhallen bis hin zum Austragen der Botenpost oder zur Grünflächenpflege.

Ziel sei, dennoch das Dienstleistungsniveau der Stadtverwaltung und die Betreuungsqualität in den Kitas zu erhalten. Deshalb müssten verschiedene Optionen ins Kalkül gezogen werden. „Wir müssen darüber nachdenken, ob wir Reinigungsleistungen in den Kitas oder der Grundschule Frankenhain abgeben oder wie bisher noch Grünflächen pflegen können. Oder ob die Reinigung von Trauerhallen im ehemaligen Eulatal und die Seniorenbetreuung auf ehrenamtlich Tätige oder andere Träger übertragen werden müssen. Und auch Neueinstellungen, gegebenenfalls geringfügig Beschäftiger, müssen diskutiert werden", erklärte Hiensch.

Derzeit wirken in Frohburg und den Ortsteilen noch 19 Zusatzkräfte. Bereits Ende Februar laufen die ersten drei Maßnahmen aus, bis Ende Mai gehen weitere zehn derartig Beschäftigte. Die Arbeitsverträge der sechs Mitarbeiter über das Kommunal-Kombi laufen Ende August beziehungsweise zum Jahresende aus. In den Sommermonaten kamen allerdings bisher zu diesen 19 Personen immer noch rund 20 weitere Ein-Euro-Jobber über die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Geithain und die ASP Böhlen hinzu, die zur Umfeldverbesserung – beispielsweise Grabenberäumungen – im Einsatz waren. Auch sieben über die Bürgerstiftung Dresden geförderte ehrenamtlich Tätige konnte Frohburg einsetzen.

Noch gibt es ein klein wenig Hoffnung. „Trotz der verkündeten Kürzung von ABM- und Ein-Euro-Job-Stellen hat die Verwaltung über das Jobcenter wieder 13 Kräfte beantragt, zudem mehr als 20 Personen über die FAW und ASP und 14 Personen über die Bürgerinitiative Dresden", so Hiensch. Dennoch dürfe man sich nicht mehr darauf verlassen, dass all diese Stellen bewilligt würden.

Thomas Lang

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