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Geithain Perspektiven für das Erinnern in Flößberg und Borna diskutiert
Region Geithain Perspektiven für das Erinnern in Flößberg und Borna diskutiert
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15:07 29.03.2010
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. Dazu wird ein Antrag beim Kulturraum Leipziger Raum gestellt. So ein Ergebnis des Workshops, der Perspektiven für das Erinnern an die Geschehnisse im ehemaligen KZ-Außenlager im Flößberger Wald direkt vor Ort und am Gedenkort in der Lobstädter Straße Borna gewidmet war.

Zu der Veranstaltung in der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Frohburg hatten das Kulturbüro Sachsen, die Initiative für Demokratie und Zivilcourage Borna und der Verein Geschichtswerkstatt Flößberg Vertreter von Initiativen und Verbänden sowie politische Entscheidungsträger eingeladen. 

Wie können die konzeptionellen Vorstellungen für eine würdige Erinnerung im Terrain des Flößberger Außenlagers, in dem von November 1944 bis April 1945 mindestens 235 Opfer den Tod fanden, praktisch realisiert werden? Was würde eine Umbettung der Toten nach Borna bedeuten? Wie kann die Erinnerungskultur konkret befördert und ausgestaltet werden? Diese und andere Fragen wurden lebhaft diskutiert.

Nicht nur die Landschaftsinstallation  am ehemaligen Bahndamm bei Flößberg soll baldmöglichst realisiert werden. Angeregt wurden beispielsweise auch Baumpatenschaften. Ein Antrag bei der „Stiftung Wald für Sachsen“ soll ebenso gestellt werden, um das Projekt umzusetzen. Weitere Entwürfe aus dem Gesamtkonzept – Studenten der Hochschule für Technik, Wissenschaft und Kultur Leipzig (HTWK) hatten dafür einst zehn Entwürfe erarbeitet – sollen zudem schrittweise realisiert werden. Bürger, die sich aktiv finanziell, mit Sachleistungen, Ideen oder ihrer Arbeitskraft einbringen wollen, können sich bei der Geschichtswerkstatt Flößberg (geschichtswerkstatt@web.de) melden. „Schön wäre es, mit dem Projekt Bahndamm zu beginnen und dann weiterzumachen, bis sich der Kreis schließt. Und wenn das zehn Jahre dauert“, formulierte es Prof. Harald Stricker von der HTWK. Er sprach sich zugleich dagegen aus, ehemalige Häftlinge von hier nach Borna umzubetten. „Dieser Friedhof ist wichtig, weil er den Ort authentisch macht. Alles andere umrahmt nur.“ Vertreter der Kommunen – aus Kostengründen daran interessiert – verwiesen dagegen auf die ausstehende Entscheidung der Landesdirektion Chemnitz bezüglich der Umbettung. Darüber hinaus stehe die Entscheidung, ob eine Umbettung nach halachischem Recht überhaupt möglich sei, durch den Landesrabbiner noch aus. 

Thomas Lang

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