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Geithain Pfadfinderwagen zerstört – Gruppe will ihn wieder aufbauen
Region Geithain Pfadfinderwagen zerstört – Gruppe will ihn wieder aufbauen
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05:01 06.04.2018
Volltreffer: Sturm Friederike zerstörte den Bauwagen der Pfadfinder am Syhraer Pfarrholz. Aufgeben wollen ihn die jungen Leute aber nicht. Quelle: René Gauter
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Geithain/Syhra

Pfadfinder sind mit der Natur vertraut. So leicht wirft sie nichts um. Der Bauwagen, den der Stamm Einsiedel, einer von zwei Gruppen der Pfadfinder des Kirchspiels Geithainer Land nutzt, war indes nicht im Stande, der Wucht des Wintersturms Friederike zu trotzen: Ein starker Baum fiel auf das Gehäuse, das am Rand des Syhraer Pfarrwaldes abgestellt war und sozusagen Totalschaden erlitt.

Pfadfinder wollen ihren Wagen wieder aufbauen

„Die Frage war nach der ersten Inaugenscheinnahme, können wir den Wagen überhaupt noch retten“, sagt René Gauter, der beide Gruppen betreut: „Die Kids beschlossen: Wir bauen das Ding wieder auf.“ Diese Entschlossenheit freut Gauter, doch er weiß, dass die Pfadfinder das aus eigener Kraft kaum werden stemmen können. „Einige Väter haben aber inzwischen ihre Hilfe zugesagt. Das bestärkt uns.“

Ehe an die Wiederherstellung des Wagens, der vor Jahren erst zur Jugendzeltwoche und der Mini-WM des Kirchspiels in Geithain als Organisationsbüro im Einsatz war und danach nach Syhra gebracht wurde, gegangen werden kann, muss das Mobil in den Pfarrhof des Ortsteiles geschleppt werden.

Treff mindestens einmal im Monat

„Der Wagen draußen am Wald ist sehr wichtig für uns, weil wir dort sehr oft unterwegs sind“, sagt Gauter. Bei schlechtem Wetter diente er als Unterschlupf und als stimmungsvolle Kulisse für Spiele, Gespräche, kreatives Tun. Deshalb möchten die Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und 19 Jahren, die zum Syhraer Stamm gehören, dieses Gefährt nicht missen. Mindestens einmal im Monat treffen sie sich hier an einem Sonnabend-Vormittag, häufig im Pfarrhaus, viel lieber aber noch draußen im Wald.

Mit rund zwei Dutzend Mitgliedern ist die Gruppe etwas größer als jene, die an der Paul-Guenther-Schule angesiedelt ist. Der Stamm Paul Guenther, wie der Syhraer 2008 gegründet, ist eingebunden in die Ganztagsangebote der Schule und versammelt deshalb Heranwachsende erst ab Klasse 5. Sie kommen wöchentlich unter der Regie René Gauters zusammen. Die Pfadfinder des Kirchspiels hatten 2006 begonnen, sich eine Struktur zu geben – erst als Siedlung, bald aber, aufgrund regen Zuspruchs, als zwei Stämme.

Geburtstag wird noch begangen

Der Gründungstermin beider Stämme wurde, da er im Februar liegt, nicht genutzt für eine Geburtstagsveranstaltung zum Zehnjährigen. „Das integrieren wir in eines unserer Lager, sicherlich an einem Wochenende im Mai oder Juni“, sagt Gauter. Wo, das sei noch nicht entschieden.

Zudem werde das Jubiläum beim großen Mittelalter-Lager in den Sommerferien eine Rolle spielen. Das richtet sich an Pfadfinder ab 13 Jahre, ist immer aber auch ein guter Grund für Ehemalige, ins Kirchspiel zurückzukommen und ein paar Tage Pfandfinder-Romantik zu erleben. Schließlich sagt Gauter, teilten diese Begeisterung nicht nur Kinder und Jugendliche: „Wir freuen aus auch, wenn sich Erwachsene einbringen. Wer will, kann gerne reinschnuppern bei uns.“ Und wenn er oder sie dann noch handwerklich ein bisschen begabt ist, um bei der Bauwagen-Reparatur zu helfen, umso besser.

Der Stamm Einsiedel Syhra trifft sich das nächste Mal am 14. April, 9.30 Uhr. Wer die Heranwachsenden in puncto Bauwagen unterstützen möchte, kann sich an das Kirchspiel Geithainer Land oder per Mail an René Gauter wenden: rene_gauter@web.de.

Von Ekkehard Schulreich

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