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Geithain Pferd statt Osterhase – Mary Lou und Kleiner Donner beim Osterreitturnier in Greifenhain
Region Geithain Pferd statt Osterhase – Mary Lou und Kleiner Donner beim Osterreitturnier in Greifenhain
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17:43 28.03.2016
Früh übt sich: Lena Jaschke (li.) zeigt mit Freundin Linda im Rahmen einer Führzügel-Prüfung auf „Hero“ ihr Können. Quelle: Roger Dietze
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Frohburg/Greifenhain

Greifenhain hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer Art gallischen Dorfs in Sachen Osterfest entwickelt. Denn während quer durch die Republik der Hase der alles dominierende Vierbeiner beim Osterfest ist, spielt im Frohburger Ortsteil Greifenhain das Pferd die Hauptrolle. Entsprechend großer Trubel herrschte am Sonnabend rund um die Greifenhainer Reithalle, in die der örtliche Reit- und Fahrverein zu seinem traditionellen Osterturnier eingeladen hatte. Ein Turnier, in dem auch in diesem Jahr in den Klassen Führzügel, Dressur und Springen um Platzierungen geritten und gesprungen wurde. Insgesamt gingen dabei rund 100 Pferde mit Reiterinnen und Reitern aus Sachsen sowie weiteren an den Freistaat angrenzenden Bundesländern an den Start.

Nicht die kürzeste Anreise hatte dabei Alexandra Landgraf vom Reitverein des zwischen Plauen und Chemnitz gelegenen Freizeitparks Plohn. Doch die Frauendorferin war mit ihren beiden Pferden „Sellestial“ und „Mary Lou“ für den südwestsächsischen Verein in einer Dressurprüfung der Klasse A an den Start gegangen und zeigte sich mit ihrem Abschneiden im Nachbarort zufrieden. „Ein zweiter und ein fünfter Platz können sich für das erste Turnier der Saison sehen lassen“, so Landgraf. Mehr als zufrieden sein mit ihrer Leistung und insbesondere der ihres Oldenburger Sportpferdes „Kleiner Donner“ konnte auch Lokalmatadorin Nina Jaschke vom gastgebenden Reit- und Fahrverein, die am Sonnabendnachmittag in einer Springprüfung der Klasse A an den Start ging und sich dabei einen zweiten Platz erspringen konnte.

Dass die 33-jährige Gnandsteinerin, die seit ihrer Grundschulzeit im Sattel sitzt, nicht auch noch die sich daran anschließende nächst schwerere L-Springprüfung in Angriff nahm, begründete sie mit dem jugendlichen Alter ihres Pferdes. „Ihm bleibt noch genügend Zeit für schwerere Prüfungen, auf jeden Fall hat er das Zeug dazu, künftig auch in M-Springprüfungen eine gute Figur abzugeben“, so die Tochter von Vereinschef und Reithalleninhaber Andreas Fischer.

Der zog ein insgesamt positives Resümee des diesjährigen Osterturniers im Allgemeinen und hinsichtlich des Abschneidens seiner Schützlinge im Besonderen. „Das Turnier ist für uns gut verlaufen, wobei der Sieg von Mark Landgraf im L-Springen heraus ragt“, so der 58-jährige Reit- und Landwirt, dessen Urgroßvater Mitte der 30er Jahre zu den Gründungsmitglieder des Vorgängervereins des 1990 neugegründeten Reit- und Fahrvereins gehörte. Dem wiederum gehören aktuell 60 Mitglieder an, die mehrheitlich im Kinder- und Jugendalter sind. Dass sich darunter auch das eine oder andere Reittalent befindet, will Andreas Fischer zwar nicht ausschließen, der Vereinsvorsitzende stellt aber klar, dass der Leistungsgedanke eher eine untergeordnete Rolle in seinem Verein spielt. „Wir orientieren eher auf die Breite, sprich wollen in erster Linie dem Nachwuchs Angebote zum Reiten bieten“, so der Greifenhainer Pferdezüchter, dessen Verein am letzten Juniwochenende zwei Tage lang zu seinem zweiten großen Turnier in diesem Jahr auf die Frohburger Reitanlage einlädt.

Von Roger Dietze

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