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Geithain Plauderei zwischen alter Landtechnik und Erbsensuppe
Region Geithain Plauderei zwischen alter Landtechnik und Erbsensuppe
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00:38 25.06.2015
Thierbaum feierte am Wochenende sein 725-jähriges Bestehen. Der Sonnabendvormittag stand ganz im Zeichen der Landtechnik. Quelle: René Beuckert
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Bad Lausick/Thierbaum

Mit zahlreichen Veranstaltungen wurden die Besucher erfreut, die auch aus den Umlandgemeinden zum Gratulieren kamen.

Alle würden mithelfen und das sei nicht nur bei diesem Fest so, auch zu anderen Anlässen hielten die Thierbaumer zusammen, sagte Ortsvorsteher Gerhard Köpping. "In der 120 Seelengemeinde schließt sich keiner aus", bemerkte er. Obwohl das Dorfjubiläum für die Einwohner zusätzlich eine Herausforderung darstellte, meisterten sie diese gemeinsam, ergänzte Dirk Bernstein vom Kultur- und Heimatverein. "Vor einem dreiviertel Jahr haben wir mit der Festvorbereitung begonnen, die Aufgaben verteilt und feiern nun das Jubiläum", sagte er. Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen historischer Technik. Insbesondere Landtechnik wurde zur Schau gestellt. Dass am Ende zahlreiche Schlepper zusammengekommen sind, erstaunte sogar Dirk Bernstein. "Ich wusste gar nicht, dass es in Thierbaum so viele alte Traktoren gibt".

Eines der historischen Gefährte, die den Ursprung der Landtechnik widerspiegelten, war zweifelsohne das von Bernd Liebenthal aus dem nahen Leuphan. "Die Lanz ist Baujahr 1923 und läuft heute noch", freut er sich über das seltene Stück. "Anwendung fanden solche Schlepper damals weniger auf dem Feld", so der Eigentümer, "sondern dienten zum Lastentransport oder wurden als Stationärmotoren eingesetzt. Mit dem ledernen Treibriemen auf der Antriebswelle wurde damit oft die Dreschmaschine betrieben." Auch moderne Landtechnik wurde gezeigt. Organisiert hatte Uwe Hentschel diese Technikschau. "Es ist doch interessant zu sehen, wie sich die Landtechnik über die Jahrzehnte entwickelt hat."

Zur Mittagszeit stellte sich schnell Hunger ein. An der holzbeheizten Feldküche behielt Rita Kästner den Kochlöffel, der eigentlich eine Kelle ist, fest in der Hand. "Heute habe ich für 150 Portionen Erbsensuppe gekocht", sagte sie stolz. Mit dem Nachlegen einiger Holzscheite sicherte Rita Kästner, dass pünktlich 11 Uhr heiße Suppe serviert werden konnte. "Das Essen aus der Feldküche lassen sich viele nicht nehmen, Rita kocht so gut", erzählte Carola Brückner vom Festkomitee. Der Nachmittag auf dem Friedel-Hof bot die Gelegenheit zum Kaffeetrinken. Mit weiteren Veranstaltungen, insbesondere für die Kinder, wurde der zweite Teil des Dorfjubiläums gefeiert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.06.2015
René Beuckert

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