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Geithain Projekt „Zeit schenken" in Frohburg kommt auf Touren
Region Geithain Projekt „Zeit schenken" in Frohburg kommt auf Touren
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13:31 07.01.2010
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. Sie hatte im April 2009 einen Aufruf gestartet, um Mitstreiter dafür zu finden. Inzwischen widmen sich elf Frauen der Rennstadt dieser Aufgabe. Doch damit soll noch nicht das Ende der Fahnestange erreicht sein, wünscht sich Lory. 

 

Die Grundidee der nunmehr 62-Jährigen: Wer das Arbeitsleben beendet hat und sich gesund und fit fühlt, sollte von der neu gewonnenen Freizeit etwas Zeit abgeben und den Menschen schenken, die krank und einsam sind oder einfach nur Hilfe benötigen. Lory selbst war bis Mai 2007 Hauptamtleiterin der Stadtverwaltung und ist nun in der Freistellungsphase der Altersteilzeit.

Ihr Wunsch im Frühjahr, als sie einen diesbezüglichen Aufruf startete, war: „Wenn nur 15 bis 20 Helfer gefunden werden, von denen jeder etwa ein bis zwei Stunden seiner wöchentlich zur Verfügung stehenden Zeit einem anderen Menschen schenkt, wäre viel zu bewegen.“ 

Der Ruf blieb nicht ungehört. Inzwischen kann Lory auf zehn Mitstreiter bauen.  Als Auftakt wurden 39 ältere und alleinstehende Geburtstagskinder der Kirchgemeinde besucht, um Erfahrungen zu sammeln, Ängste bei den Helfern zu nehmen, ob sie dieser Aufgabe überhaupt gewachsen seien. 

Inzwischen sind enge Kontakte zum Wohn- und Seniorenzentrum am Harzberg geknüpft. „Seit etwa acht Wochen sind wir auch dort aktiv. Zu sieben alleinstehenden Personen dieses Heims sind ,Patenschaften‘ aufgebaut“, freut sich die gelernte Kinderpflegerin und Gesundheitsfürsorgerin.

2010 soll der nächste Schritt folgen: „Wir wollen uns auch für noch mehr alleinstehende Bürger in der Stadt öffnen, unseren Besucherdienst und kleine Hilfeleistungen anbieten“, schreibt sich Lory mit ihrem Team auf die Fahne. Der Bedarf sei da, ist sie überzeugt. In einem vierten Schritt sollte dann der Helferkreis da sein, um Bürger, die in Not geraten sind, zu unterstützen oder wenn eine Familie oder alleinerziehende Mutter mal für Stunden eine „Ersatzoma“ braucht.

Gebraucht werden dafür aber zunächst personelle Verstärkungen. „Es wäre mein Neujahrswunsch, wenn weitere zu solcherart Hilfe bereite Bürger zu unserem Kreis stoßen würden. Ich kann versichern, es ist eine dankbare Aufgabe“, hofft die Frohburgerin auf Zuwachs. Interessenten können sich jederzeit bei ihr melden (Telefon 034348/6 02 23).

 

Thomas Lang

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