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Geithain Prüfungen: Forstlehrlinge aus der Region planen Stromtrasse im Wald
Region Geithain Prüfungen: Forstlehrlinge aus der Region planen Stromtrasse im Wald
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10:38 10.06.2016
Die drei Forstlehrlingen Max Staskewitsch, Martin Lange und Ronny Büttner (links und rechts außen) bei ihrem Prüfungsgespräch im Wald. Quelle: Sachsenforst
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Bad Lausick/Colditz

Mit einer Stromleitung, die im Colditzer Forst nahe der Revierförsterei Waldmühle zum Waldmühlen-Teich führt, befassten sich drei Forstlehrlinge in einer Projektarbeit. Die 60 Seiten umfassende Arbeit bildete den Auftakt der Abschlussprüfungen, denen sich die jungen Männer am Ende ihrer dreijährigen Ausbildung beim Staatsbetrieb Sachsenforst im Forstbezirk Leipzig stellen müssen.

In ihr setzten sich Max Staskewitsch aus Zschirla, Martin Lange aus Raschütz und Ronny Büttner aus Altmörbitz mit Fragen der Waldwirtschaft und der Landschaftspflege auseinander. Ihr Ziel war es, die von Bäumen freie Trasse als Verbindung verschiedener Lebensräume für Pflanzen und Tiere herzurichten und so die Artenvielfalt zu fördern. Dazu gehörte unter anderem, die hier heimischen Pflanzenarten zu erfassen und aufzunehmen, aber auch Vorschläge zu unterbreiten, wie der Biotop-Charakter hergestellt werden kann.

„Unsere Azubis sind hochmotiviert und nicht nur im Betrieb unverzichtbar, sondern ermöglichen mit ihren Ausbildern darüber hinaus viele regionale Projekte“, sagt Andreas Padberg, Leiter des Forstbezirkes Leipzig. Als Beispiele nennt er das grüne Klassenzimmer, die Absicherung der jährlichen Waldjugendspiele, Messebeteiligungen, aber auch bleibende Aufwertungen des Naturhaushaltes und der Erholungsfunktion des Waldes durch Landschaftspflegeprojekte, so der Forstdirektor. „So erinnern mich die Lehrlings-Projekte, wenn ich im Colditzer Forst unterwegs bin, an zurückliegende Jahrgänge: der Kirschteich, die Junghansgrube und die Nasswiese.“

„Die besten unserer Absolventen werden vom Sachsenforst in zunächst befristete Arbeitsverhältnisse übernommen“, sagt Lehrausbilder Andreas Schwientek, der sich in Colditz um die praktische Ausbildung kümmert, während die Theorie in Morgenröthe-Rautenkranz gelehrt wird. Die Chancen, nach dem Abschluss eine Arbeit zu finden, stünden auch in der privaten Wirtschaft gut: „Von meinen Jungs hat jeder Eisen im Feuer. Sie haben Vorstellungstermine, müssen jetzt aber noch souverän durch die Prüfungen.“

Die Abnahme der Projektarbeit, bei der neben dem Lehrausbilder Revierförster Falkhard Dau und Wolfgang Kühns, Abteilungsleiter im Staatsforstbetrieb, zugegen waren, haben Staskewitsch, Lange und Büttner bereits geschafft. Nach theoretischen Prüfungen geht es noch einmal in den Colditzer Forst, um Wissen über Waldwirtschaft, Holzernte und Arten nachzuweisen. Insgesamt schließen in diesem Sommer mehr als 40 junge Leute sachsenweit im Staatsbetrieb ihre Ausbildung zum Forstwirt ab. Ein Dutzend von ihnen wird künftig beim Sachsenforst selbst arbeiten.

Von Ekkehard Schulreich

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