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Quadratisches Geschenk an die Seele

Quadratisches Geschenk an die Seele

Bei der ersten Vernissage nach der Fusion wollte die Leipziger Volksbank in ihrem Beratungscenter Geithain an die Tradition der Ausstellungseröffnungen im Hause anknüpfen und gleichzeitig auf die neuen Möglichkeiten verweisen.

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Vorstandsmitglied Andreas Woda bei der Begrüßung der rund 75 Gäste zur Eröffnung der Schau "Die Welt im Quadrat".

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Das gelang mit Bildern der beiden Leipziger Instagram-Fotografinnen Dagmar Klemig und Kristin Kluck unter dem Titel "Die Welt im Quadrat".

 

 

Für die musikalische Unterhaltung der rund 75 Gäste sorgte Mittwochabend die Gruppe "blueprint" mit Sängerin Elke Thieme und den beiden Instrumentalisten Stefan Heinrich und Stefan Paetzold. Ein Experiment sei diese Ausstellung nach der Fusion im Sommer, erklärte Bankvorstand Andreas Woda. Hätten bislang hauptsächlich Künstler aus Geithain und dem Umkreis ausgestellt, seien es nun zwei Leipzigerinnen. Ein Netzwerk im Bereich Kunst und Kultur wolle die Volksbank schaffen, erklärte Woda. Er war gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Thomas Auerswald, Erwin Kießling und Christoph Kothe nach Geithain gekommen. "Wir wollen zeigen, dass uns die Filialen, die ein Stück von Leipzig weg sind, wichtig sind", betonte er.

 

 

Für Dagmar Klemig und Kristin Kluck ist es ihre erste Ausstellung. Beide haben schon früh mit dem Fotografieren begonnen, führte ihr langjähriger gemeinsamer Freund Dirk Schewitzer in seiner Laudatio aus. Kunst entstehe im Auge des Betrachters und brauche die Öffentlichkeit. "Lassen Sie zu, dass diese Fotografien ein Geschenk an Ihre Seele sein können", wandte er sich an das Publikum.

 

 

Die 37-jährige Klemig arbeitet nach dem Studium von BWL und Kulturwissenschaften als freie Beraterin im Bereich Marketing und Medien. Kluck, 32 Jahre alt, ist Trainerin für Stimme und Persönlichkeit. Für ihre Fotos nutzen sie Instagram, eine Smartephone-App, mit der Aufnahmen durch verschiedene Filter individuell bearbeitet und anderen Nutzern dann gezeigt werden können. Das sei eine schnelle, schöne und unterhaltsame Art und Weise, um ganz persönliche Eindrücke und Impressionen mit Freunden, Familie und weiteren Fotografiefreunden zu teilen, erklären sie in ihrer Schau.

 

 

Dean Nixon ist über Instagram auf die Fotos von Kristin Kluck aufmerksam geworden. Der Neuseeländer, der seit 15 Jahren in Leipzig lebt, war bei der Ausstellung dabei. Sein Geld verdient der 55-Jährige als Englischlehrer. Er fotografiert sehr viel - nicht selten auch im Leipziger Südraum, wohin er bei seinen bis zu 200 Kilometer langen Fahrradtouren immer wieder einmal kommt.

 

 

Kristin Kluck führte die geplante Ausstellung erstmals nach Geithain, "verträumt" komme ihr die Stadt vor, erzählte sie. Natürlich haben die beiden Fotografinnen auch in Geithain sofort Motive festgehalten, Ansichten der Nikolaikirche und vom Marktbrunnen sind in der Schau zu sehen. "Fotomanie" nannte Schewitzer, was die beiden Leipzigerinnen treibt, in allen Lebenslagen auf den Auslöser zu drücken. Bei der Ausstellungseröffnung hatten ihre Smartphones weitgehend Pause. Klucks Opa Dieter Koschitzki hielt alles mit dem Fotoapparat fest. Der 82-Jährige male selber, erzählte seine Enkelin.

 

 

"Eine Vernissage zu veranstalten, war ein Traum von uns. Wir freuen uns, wenn Sie Freude an unseren Bildern haben", erklärte Dagmar Klemig.Die Ausstellung lädt bis zum Sommer ein, Interessenten können sie während der Öffnungszeit des Geithainer Beratungscenters betrachten. Zum Eventshopping Anfang September soll es die nächste Vernissage geben, kündigte Woda an, der ein großer Freund gegenständlicher Kunst ist und die Vielseitigkeit der Foto-Schau hervorhob.

 

 

Nur kurz war der Bankvorstand in seiner Ansprache auf das Geschäft eingegangen. Ganz aktuell liegen hinter den Volks- und Raiffeisenbanken die ersten Tage nach der Umstellung auf den einheitlichen europäischen Zahlungsverkehr per 1. Februar. "Wir waren gut vorbereitet", es habe überhaupt keine Probleme gegeben, resümierte Woda am Rande der Veranstaltung. Seit April habe man mit den Geschäftskunden daran gearbeitet, sie begleitet. Nach der einmaligen Umstellung seien monatliche Lastschriften dem Kunden künftig einmal jährlich anzukündigen, bestätigte er einen gewissen Mehraufwand für Firmen und Verwaltungen auch in der Zukunft. Das sei Ergebnis eines Kompromisses zwischen den beteiligten 33 Ländern. Überweisungen von Privatleuten seien derzeit noch wie gehabt mit Bankleitzahl und Kontonummer möglich. Die neue europäische Kontonummer Iban und die Banken-Kennzahl Bic würden automatisch eingefügt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.02.2014
Inge Engelhardt

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