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Geithain Rathendorfer rücken zusammen: Kirmes und Stadtfest in Geithain auf der Agenda
Region Geithain Rathendorfer rücken zusammen: Kirmes und Stadtfest in Geithain auf der Agenda
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00:27 29.03.2018
Neuer Vorstand: Mandy Schmidt, Christl Benndorf, Isabel Skiba-Steinbach, Maika Beer, Markus Nöbel, Doreen Lange, Andreas Benndorf und Joachim Schmidt (v. l.). Quelle: Foto: privat
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Geithain/Rathendorf

Generationswechsel und personelle Verstärkung im Vorstand des Feuerwehrvereins Rathendorf: In seinem 15. Gründungsjahr haben die 71 Mitglieder des Vereins neu gewählt. Mit Andreas Benndorf, seit vier Jahrzehnten Feuerwehrmann, rückt wieder ein Gründungsmitglied an die Spitze. Die vier weiteren Mitstreiter sind mit Mitte 30 bis Anfang 40 deutlich jünger: Doreen Lange fungiert als stellvertretende Vorsitzende, Markus Nöbel als Schatzmeister. Mit Maika Beer, stellvertretende Schatzmeisterin, und Isabel Skiba-Steinbach, wurde der Vorstand zudem um zwei Köpfe erweitert.

„Jetzt sind wir zu fünft. Das erlaubt es, die Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen“, sagt Benndorf (57). Die Jüngeren würden frische Ideen in die Vereinsarbeit einbringen. Joachim Schmidt, Mandy Schmidt und Christl Benndorf, die in den vergangenen Jahren bereits den Vorstand bildeten, stünden den neu Gewählten mit ihren Erfahrungen zur Seite: „Wir wollen das kulturelle Leben in unserem Dorf auch in den nächsten Jahren bereichern. Ich bin sicher, dass uns das gelingt – auch dank der guten Zusammenarbeit mit unserer Feuerwehr. Das ist bei uns seit Anfang an eine gute Praxis.“ Ebenso, dass Sponsoren dem Verein zur Seite stehen.

„Mit der Vereinsgründung 2003 schufen wir uns ein bisschen Unabhängigkeit, konnten für unser Dorf vieles leichter organisieren“, blickt Mandy Schmidt zurück. Schon damals habe es in Rathendorf große Dorffeste gegeben; der Verein bildete künftig einen klaren rechtlichen Rahmen, etwa wenn es um Spenden ging.

Jugendaustausch gab Initialzündung für Vereinsgründung

Das Beispiel, den Verein zu gründen, gab der Narsdorfer Verein Florian für Europa, der im Nachbarort über Jahre einen internationalen Jugendaustausch organisiert hatte und in den auch Rathendorfer Feuerwehrleute eingebunden waren. Waren unter den 36 Gründungsmitgliedern seinerzeit ausschließlich Feuerwehr-Kameraden, ist der Verein heute doppelt so stark; längst arbeiten in ihm auch Frauen und Männer mit, die nicht in der Wehr aktiv sind, aber den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft durch ihren Beitrag stärken möchten.

Eines der Ehrenmitglieder ist Gottfried Scheibner, fast 80, letzter Bürgermeister Rathendorfs und ein Mann mit Faible für die Ortsgeschichte.

„In den vergangenen beiden Jahren haben wir auf die Ausrichtung unseres Dorffestes verzichtet. Wir haben das runtergefahren, weil es ein zu großer Kraftakt war“, resümiert der bisherige Vorsitzende Joachim Schmidt. Statt dessen habe man, eine Nummer kleiner, einen Wettkampf mit befreundeten Feuerwehren ausgerichtet.

Maibaumsetzen und Feuerwehr-Wettstreit

Das werde man auch dieses Jahr tun – am 5. Mai. Außerdem halte man fest am Maibaumsetzen am 1. Mai gemeinsam mit dem Kindergarten „Wurzelbude“, an einem Vereinsausflug, an einer Kirmes-Veranstaltung im Herbst. „Beim Kirmes-Tanz war der Saal über viele Jahre voll. Und auch unsere Silvester-Party für alle Generationen war ein Erfolg. Hier wollen wir unbedingt anknüpfen.“

In bester Erinnerung nicht nur bei vielen Rathendorfern ist der Abendgruß mit einer Märchenaufführung, die zu jedem Dorffest dazugehörte und sogar über Rathendorf hinaus so etwas wie ein Exportschlager war. „Vergessen ist das nicht. Es ist durchaus wert, über eine Neubelebung nachzudenken“, sagt Mandy Schmidt, die dafür in den letzten Jahren selbst verantwortlich zeichnete.

Beteiligung am Stadtfest in Geithain

Wenn Geithain im Juni ein großes Stadtfest feiert und alle Vereine einbezieht, möchten sich auch die Rathendorfer einbringen. „Wir unterstützen dieses Fest im Rahmen unserer Möglichkeiten gern“, sagt Schmidt. Ohnehin sei es gut, nach der Eingliederung von Narsdorf in die Nachbarstadt „sich Geithain und den Geithainern gegenüber zu öffnen. Dann kommt von dort auch etwas zurück.“

Beibehalten will der Verein die Betreuung des Dorfgemeinschaftshauses, schließlich hatten sich die Feuerwehrleute nach der Jahrtausendwende intensiv in den Umbau des ehemaligen Gasthofs eingebracht. Der Verein kümmert sich nicht nur zweimal im Jahr um das Großreinemachen, sondern putzt auch die Fenster und hält den Versammlungsraum in Ordnung.

Von Ekkehard Schulreich

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