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Regen hilft beim Großbrand in Geithain - letzte Glutnester sind gelöscht

Regen hilft beim Großbrand in Geithain - letzte Glutnester sind gelöscht

Es wird weiter gehen. Das hat die Geschäftsführung des Geithainer Holzwerks Ladenburger am Donnerstag noch einmal klar signalisiert. Es werde bereits nach Ersatzmaschinen Ausschau gehalten, um den Produktionsbetrieb nach dem Großbrand in der Nacht zu Mittwoch schnell wieder vollumfänglich herstellen zu können.

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Quelle: Frank Schmidt

Geithain. Nach dem verheerenden Brand, bei dem Dienstagnacht drei Produktionshallen und mehrere Maschinen zerstört wurden (die LVZ berichtete), konnten am Donnerstag die Aufräumarbeiten beginnen. Schneller als gedacht - das Wetter spielte den Einsatzkräften in die Karten.

Am frühen Nachmittag zog die Geithainer Feuerwehr ihre letzten Einsatzkräfte aus dem Betriebsgelände ab. Zehn Feuerwehrleute hatten am Vormittag noch nach versteckten Glutnestern und Brandherden unter den Trümmern der Hallen gesucht, um diese zu löschen beziehungsweise abzukühlen. Wie schon am Vortag bekamen sie dabei Unterstützung durch Mitarbeiter des Unternehmens, welches die Arbeiten mit einem Bagger und einem Radlader und dem Personal dafür unterstützte. Das die Löscharbeiten somit schneller beendet werden könnten, als in der Brandnacht prophezeiht, war dem Regen in der Nacht zu gestern zu verdanken. "Der feine Nieselregeln war ideal gegen kleine Brandnester", sagte Marco Christen, der die Einsatzleitung am Mittwoch von Stadtwehrleiter Jens Krznaric übernommen hatte. Dreimal Holz- - das Aufräumen kann beginnen.

Am Mittwoch waren noch 30 Feuerwehrleute bis 21 Uhr abends im Einsatz. Die betroffenen Hallenböden wurden großflächig gelöscht, der Radlader zog und schob Trümmer und Materialreste auseinander, unter denen sich Glutnestern verbergen konnten, die dann gelöscht wurden. Wobei laut Christen streng darauf geachtet wurde, dass kein Feuerwehrmann in die in Trümmern liegenden Hallen ging. "Das wäre zu gefährlich", begründete Christen, der froh war, dass sich kein Feuerwehrmann bei dem Einsatz verletzt hatte.

Für Geschäftsführer Markus Hauber bedeutete das zumindest, dass mit Ergebnissen der kriminaltechnischen Untersuchungen früher zu rechnen sein wird und damit auch die Schadensregulierung und der Wiederaufbau schneller beginnen kann. "Ich werde bis morgen Mittag noch Untersuchungsergebnisse vom Sachverständigen erwarten", so Hauber gestern. Dann wisse man auch, welche Schritte folgen könnten.

Die Presseabteilung des Konzerns, der neben Geithain auch Werke in Baden-Württemberg betreibt, teilte mit, dass Unterstützung für Geithain jetzt auch von anderen Standorten koordiniert werde. Zum einen, um schnell die bisherigen Bedingungen in Geithain herstellen zu können und, um alle Aufträge termingerecht erfüllen zu können. Die Lieferfähigkeit des Werkes sei nicht eingeschränkt.

Geithains Bürgermeisterin Romy Bauer war gleichfalls erleichtert, dass bis auf die in der Brandnacht verletzten Mitarbeiter kein weiterer Schaden für Leib und Leben eingetreten ist. Denen gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte die Polizei mit. Wichtig für Bauer sei die Botschaft aus dem Unternehmen, dass der Standort stabil bleibe und die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten. Allerdings könnte der Brand beim größten Arbeitgeber der Stadt, wenn auch verzögert, Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation Geithains haben. Schon der Brand von vor zwei Jahren habe sich auf das Gewerbesteueraufkommen der Stadt ausgewirkt. Eine ähnliche Folge befürchtet Bauer auch jetzt. "Wenn es Ladenburger gut geht, geht es der Stadt gut, wenn es Ladenburger schlecht geht, dann auch uns", so Bauer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.06.2015
Thomas Lieb und André Neumann

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