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Geithain Regionale Milcherzeuger bauen Kohrener Landmolkerei auf
Region Geithain Regionale Milcherzeuger bauen Kohrener Landmolkerei auf
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10:00 01.02.2012
Anfang nächsten Jahres will die Kohrener Landmolkerei in Betrieb gehen.
Penig/Frohburg

Die geplante Kohrener Landmolkerei, die Milch von hiesigen Bauern verarbeitet, soll dann schon fast zwei Jahre in Betrieb sein. Und damit am Markt etabliert. Errichtet wird sie nicht - wie ursprünglich gedacht - in Prießnitz, sondern im Gewerbegebiet Penig/Tauscha.

Selbst verarbeiten und vermarkten, was sie selbst an Milch produzieren: Das ist das Ziel von Landwirtschaftsunternehmen aus dem Raum Borna/Geithain. Am Stadtrand von Penig bauen sie jetzt eine eigene Molkerei auf, die Anfang 2013 in Betrieb gehen soll. „Wenn die Milchquote 2015 fällt, werden alle versuchen, so viel Milch wie möglich zu produzieren", sagt Sirko Hornung, Geschäftsführer der neu gegründeten Kohrener Landmolkerei und zugleich einer der Geschäftsführer der in Frohburg ansässigen Osterland Agrar GmbH. 20 bis 30 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Unabhängigkeit erreichen von den großen Verarbeitungsbetrieben und zugleich regionale Kreisläufe aufbauen, beides sind Kerngedanken, die vor zwei Jahren zur Gründung der Molkerei führten. So viel Jahre Zeit brauchte es, das ambitionierte Unternehmen vorzubereiten. Wobei die Erlangung des Baurechts am schnellsten funktionierte. „Der Peniger Bürgermeister hat die Ansiedlung unseres Unternehmens sehr unterstützt", sagt Hornung.

Dass die Molkerei außerhalb jenes Landstrichs liegt, den sie ihm Namen führt, ist für den Diplom-Agraringenieur kein Problem. „Wir setzen auf die Region, weil der Verbraucher Wert darauf legt." Die Kühe würden in der Region gehalten, das Futter wachse hier heran. Das vor allem sei wichtig. Die Grenze ziehe man deshalb nicht so eng. Eines der Unternehmen, die in der Gründungsphase bereits an Bord sind, kommt aus der Bornaer Ecke, weitere könnten folgen; warum sollte da die Mulde eine so entschiedene Landmarke sein?

Zumal in Penig die Bedingungen stimmten: die gute Verkehrsanbindung via Bundesstraße 95 und Autobahn 72. Und eine Halle vorhanden ist, die die Landmolkerei aus der Insolvenzmasse eines Schulmöbel-Herstellers erwarb und die sie ab dem Sommer umbauen wird. Zuerst hatte man Prießnitz als Molkerei-Standort ins Auge gefasst, doch hier, sagt Hornung, habe es Probleme mit der Bebaubarkeit des Grundstücks gegeben.

„Unsere Milch kommt noch an dem Tag, an dem sie gemolken wurde, in die Molkerei. Sie wird sofort verarbeitet", sagt Sirko Hornung. Zu welchen Produkten, da will er sich nicht in die Karten schauen lassen. Fakt sei: Nicht nur pasteurisierte und homogenisierte Milch werde den Betrieb verlassen. In der Natur der Sache liegt auch, dass die Erzeugnisse vorzugsweise in der Region und in zahlreichen Geschäften verkauft werden sollen, um die gewünschte Nachhaltigkeit zu erreichen. Hornung: „Wir sind da in vielen Gesprächen."

Ekkehard Schulreich

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