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Geithain Regionalplan: Frohburg sieht Potenziale in Richtung Altenburg und Muldental
Region Geithain Regionalplan: Frohburg sieht Potenziale in Richtung Altenburg und Muldental
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00:29 29.03.2018
Blick auf das Rathaus von Frohburg. Quelle: Jens Paul Taubert
Frohburg

Dass Kohren-Sahlis im Regionalplan Leipzig-Westsachsen, der zurzeit aktualisiert wird, noch nicht als Teil der Stadt Frohburg benannt ist, hält Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) für leicht korrigierbar. Wichtiger sei, dass Kohren-Sahlis, seit Jahresbeginn Teil Frohburgs, in diesen Planungen auch künftig als gemeindlicher Versorgungs- und Siedlungskern gelte. Die dafür festgesetzte Mindestgröße von 1000 Einwohnern werde aber bereites heute nicht erreicht; es sei deshalb angezeigt, diese Marke auf 800 Köpfe zu reduzieren.

Fragen bleiben wiederholt offen

Eine grundsätzlich solide Arbeit bescheinigt Hiensch in der Stellungnahme der Stadt den Regionalplanern. Allerdings „bleiben wiederholt viele Fragen offen“, und es seien Widersprüche zwischen dem festgelegten und dem tatsächlichen Handeln mancher Verantwortungsträger sichtbar. So sei etwa die Rede davon, dass die Potenziale der Autobahn 72 für die gewerbliche Entwicklung genutzt und die wirtschaftlichen Verflechtungen mit den Räumen Altenburg und Rochlitz gestärkt werden sollten – „das Wie aber bleibt weitgehend offen“.

Die Planer sollten berücksichtigen, dass für Frohburg nicht nur Altenburg und Rochlitz wichtige Nachbarn seien, sondern auch die Verbindung in den Raum Grimma Bedeutung habe. Ebenso liege das Grundzentrum Frohburg auf der wichtigen Achse BornaPenig.

Auf diese Entwicklungsachsen ausdrücklich hinzuweisen, sei wichtig und richtig, meinte Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU). Hienschs Kritik an der Sinnhaftigkeit einer Regionalplanung wies der Landespolitiker allerdings zurück: „Die Arbeit, die im Planungsverband geleistet wird, ist anerkannt. Es muss eine große Linie erkennbar sein.“

Forderung: Kohrener Land muss namentlich Eingang finden

Namentlich Eingang finden müsse das Kohrener Land als ausgewiesenes Tourismusgebiet, monierte Hiensch. Schließlich würden auch das Leipziger Neuseenland, die Dahlener und die Dübener Heide und der Wermsdorfer Wald als jene Erholungsgebiete benannt, deren Erreichbarkeit durch Busse und Bahnen sicherzustellen sei.

Abgelehnt wird durch Frohburg jeglicher Vorstoß, bestehende Gebiete des Natur- und Landschaftsschutzes im Stadtgebiet auszuweiten. „Wir sind durch diese Gebiete schon heute dermaßen in unserer Entwicklung eingeschränkt, dass wir dem widersprechen müssen“, so der Bürgermeister. Er traf damit auf die ausdrückliche Billigung von Siegfried Runkwitz (Linke), der diese Position auch aus seiner Sicht als Landwirtschaftsunternehmer unterstützt.

Stadtrat stimmt Stellungnahme zu

Dass der aktualisierte Regionalplan auf die Benennung neuer Windenergiegebiete verzichte, gehe in Ordnung, so Hiensch. Die vorhandenen Anlagen in Tautenhain und bei Bad Lausick würden unter Bestandsschutz fallen; sie technisch aufzurüsten, sei nicht möglich. Ein wichtiger Punkt für den Bürgermeister auch das: Die Motorradrennstrecke Frohburger Dreieck soll als überregional bedeutsame Anlage erhalten werden.

Der Stadtrat stimmte der Stellungnahme zum Regionalplan bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung zu.

Von Ekkehard Schulreich

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