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Geithain Reiterferien sind sehr beliebt
Region Geithain Reiterferien sind sehr beliebt
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14:56 29.07.2010
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. Reiterferien gehören seit dem Bestehen des Hofes, seit zwei Jahrzehnten also, dazu. Daneben betreut der Familienbetrieb Pensionspferde, bietet Unterricht und züchtet selbst. Ein breites Feld, das in den nächsten Jahren bauliche Erweiterungen nötig macht.

 

Hans liebt es, gestriegelt zu werden. Annalena Thiele, Darlene Schiebold und Natalie Böhme striegeln den Hengst mit Hingabe. Die zehn Jahre alten Mädchen lieben Pferde; eine Woche auf dem Hof mit den Tieren zusammenzusein, ist für sie ein Gewinn. „Die Pferde sind lieb", sagt Darlene, die überhaupt kein Problem damit hat, dass zum Reiten auch das Putzen der Pferde und Arbeiten im Stall gehören. Die junge Groitzscherin hat sich mit ihrer Freundin Annalena via Internet in Niedersteinbach angemeldet. Beide haben erste Reiterfahrungen und möchten sie hier vertiefen. Waren sie zu Wochenbeginn mit den Pferden in der Halle, freut sich Annalena vor allem auf Ausritte in das Gelände. Ein besonderes Erlebnis auch für Nathalie aus Coswig bei Dresde, die seit einem Jahr in ihrer Freizeit reitet. Am Freitagabend trifft man sich zum Abschluss außerdem am Lagerfeuer. Auch eine Schatzsuche und eine Nachtwanderung sind geplant.

„An die Hundert Kinder haben wir in den fünf Sommerferien-Wochen wieder auf unserem Hof gehabt", sagt Hausherr Frank Berger. Er freut sich, dass dieses Angebot so gut angenommen wird. Die Heranwachsenden stammen aus der gesamten Region zwischen Neuseenland und Chemnitz und auch aus dem nahen Thüringen. Die meisten von ihnen haben bereits erste Erfahrungen mit Pferden gemacht. „Hier bei uns können sie jeden Tag viele Stunden mit den Tieren zusammen sein", sagt Berger. Betreut werden sie auch von Joanne Neumann, die in Chemnitz Dolmetscherin studiert und die in Niedersteinbach seit Jahren selbst reitet. „Vor allem die Kleinen sind begeisterungsfähig", sagt sie. Interessanter Weise ist die Beschäftigung mit Pferden vor allem Frauensache. Weniger als ein halbes Dutzend Jungen zählte Frank Berger diesmal unter den Reiturlaubern. Darlene hat dafür eine plausible Erklärung: „Die spielen lieber Fußball."

Seit zwei Jahrzehnten betreiben Bergers ihren Pferdehof. Anfang der neunziger Jahre wurde investiert, entstand eine Reithalle. Stück für Stück wuchs der Familienbetrieb. An die 20 Pensionspferde stehen in den Boxen, außerdem 25 weitere Pferde und die Nachzucht. Reitunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene, Verleih von Schulpferden, Ferienveranstaltungen und nicht zuletzt eine eigene kleine Zucht Deutscher Reitpferde machen den Kern des Unternehmens aus.

Kein Wunder, dass man da an räumliche Grenzen stößt. Berger hat deshalb eine Bauvoranfrage gestellt, weil er erweitern möchte. Nicht sofort, aber sicherlich binnen eines halben Jahrzehnts. „Ich sage es mal so: Wir haben Visionen", sagt der junge Mann, der vor ein paar Jahren die Leitung des Betriebes von seinem Vater Fritz übernahm und der zwei Mitarbeiter beschäftigt. Er denkt vor allem an einen neuen Stall. An eine Lagerfläche für Futter und – wenn es denn finanzierbar wäre – eine zweite Reithalle. Das wäre nicht zuletzt auch im Sinne der aktiven und erfolgreichen Reit- und Fahrsportgemeinschaft Langenleuba-Niedersteinbach, deren Vorsitzender Berger ist. Der Verein, dessen Markenzeichen das Pfingstturnier ist, nutzt für seine Veranstaltungen häufig die Anlagen des Pferdehofes. Am 11. und 12. September findet das Herbstturnier statt, verbunden mit den Kreisseniorenmeisterschaften.

Ekkehard Schulreich

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