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Geithain "Renner" bis Ende April verlängert
Region Geithain "Renner" bis Ende April verlängert
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17:40 19.05.2015
Die Sonderschau zu Spielzeug aus vergangenen Jahrzehnten zieht viele Besucher ins Töpfermuseum von Kohren-Sahlis. Quelle: Jens Paul Taubert

Grund ist vor allem die Sonderschau mit historischem altem Spielzeug. Die Crew reagierte; öffnete das Museum länger als geplant. Und nun wird auch der "Renner" viel länger als gedacht zu sehen sein.

Puppenstuben, Puppen, Puppenzubehör und Spielzeug aus der Sammlung der Familie Sporbert aus Gnandstein - seit  November in einer Sonderschau im Dachgeschoss des Töpfermuseums zu sehen - treffen wahrlich den Nerv der kleinen und großen Leute. "Wir hatten auf viele Gäste gehofft. Doch der Zuspruch übertrifft all unsere Erwartungen. Und alle sind fasziniert, Kinder ebenso wie beispielsweise die Senioren der Töpferstadt, die kürzlich hier weilten, und viele Erinnerungen an ihre Kindheit hatten", kann Corinne Schulze, die Museumsleiterin berichten. Stieg schon im vorigen Jahr mit über 8000 Besuchern in den Museen der Stadt Kohren-Sahlis) - neben dem Töpfermuseum in der Baumgartenstraße zählen dazu die Hofmann'sche Sammlung am Markt und der Schwindsaal Rüdigsdorf - die Besucherzahl leicht an, hofft das Team durch den guten Start auf eine gleiche Tendenz in diesem Jahr.

"Wir hatten sonst im Februar immer so um die 50 Gäste, öffneten das Museum ja auch nur in den Winterferien. Diesmal waren es reichlich 200, also das Vierfache", so Schulze. Natürlich sei dabei vor allem die Sonderschau "Große Welt ganz klein" der Besuchermagnet. Puppenstuben und -häuser zeigen dort im Kleinen den Stil und die Lebenssituation der "großen Welt" der jeweiligen Zeit. Die ältesten Stücke stammen aus den 1870er  und 1880er Jahren.

Das Interesse ließ das Team deshalb spontan das Museum den ganzen Monat Februar über öffnen, vor allem, weil sich an die Ferien in Sachsen die in Thüringen anschloss und es auch aus dieser Richtung viele zu einem Abstecher nach Kohren-Sahlis lockte.

Eigentlich sollte die Schau Ende Februar schließen. "Doch wenn der Gästestrom  nicht abreißt, werden wir sie mindestens bis Ende April  verlängern", bekundet die Museumschefin. Auch an allen Osterfeiertagen werden das Museum geöffnet sein, ebenso dann bei entsprechendem Wetter die Türen des Schwindsaals und der Hofmann'schen Sammlung stundenweise. Letztere sind ansonsten Besuchern erst ab Mai zugänglich.

Zwar musste dadurch die Planung weiterer in diesem Jahr ins Auge gefassten Sonderschauen verändert werden. "Aber da muss man flexibel sein", ist sich Schulze mit ihrem Team einig. Auf jeden Fall werde es 2013 noch eine Sonderausstellung mit Keramik geben.

Doch für Liebhaber historischer Puppenstuben wird sich auch dann ein Abstecher nach Kohren-Sahlis lohnen. Es ist angedacht, die Puppenstuben aus der Sammlung von Petra Sporbert künftig als Leihgabe in die Hofmann'sche Sammlung zu übernehmen. "Ich glaube, das würde auch gut ins Ambiente dieses Hauses passen und wäre ganz im Sinne des verstorbenen Rudolf Hofmann, der ja ein begnadeter Sammler war", schätzt Schulze ein.

All das soll dazu beitragen, dass auch am Jahresende konstatiert werden kann: Das 2013er Jahr war für die Kohrener Museen fürs Töpfermuseum ein großartiges.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.03.2013

Thlang

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