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Rennstall Möbelwerk: Bad Lausicker Racing-Team ist startklar für die Saison

Rennstall Möbelwerk: Bad Lausicker Racing-Team ist startklar für die Saison

Das hohe Tempo ist es und der Kick, das Bestmögliche herauszuholen aus der selbstverantworteten Technik: Wenn das Bad Lausicker AMC-Möbelwerk-Racing-Team am Wochenende das erste Training des Jahres absolviert, steigt bei Ingo Rüge, Michael Zschocke, André Hanickel und Ronny Kühn der Adrenalinpegel.

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Das AMC-Möbelwerk-Racingteam ist bereit für die Rennen des Jahres.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Jetzt wird sich zeigen, was ihre Winter-Arbeit Wert ist.

Möbel werden an der Bad Lausicker Angermühle seit der Wende vor mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr zusammengeleimt. Geschraubt, geschweißt, gehämmert wird statt dessen in den geziegelten Gebäuden, seit Ingo Rüge und Michael Zschocke die alte Fabrik am Südrand der Kurstadt vor fünf Jahren kauften. „Ein idealer Platz für uns", sagt Rüge: Jeder habe seine Halle, seine Hebebühne, und brauche er Hilfe, greife er zurück auf die anderen des Teams. Die neue Saison ist die zweite, in der die Männer das Möbelwerk in ihrem Team-Namen tragen; dessen Vorgeschichte reicht indes mehr als ein Jahrzehnt zurück.

 

So gesehen ist Michael Zschocke, der 30-Jährige, Renn-Urgestein, denn er saß bereits 1999 auf dem Bock, als die harten Crash-Car-Rennen nahe Dolsenhain sich zu etablieren begannen. Janke-Venzke-Racing-Team, AMC-Racing-Team, jetzt AMC-Möbelwerke-Racing-Team - Zschocke hat viele Wandlungen mitgemacht und ist doch treu geblieben sich und den Stock-Car-Rennen: „Es muss bumsen, das Auto sich in der Luft drehen." Zwölf Wagen hat er verschlissen in dieser „schönen Materialschlacht über die Jahre". Mit seinem Ford will er nun als Gast-Starter bei der OACM ein, zwei Rennen bestreiten.

OACM, die Ostdeutschen Autocross-Masters, sind das Zauberwort für Ingo Rüge und André Hanickel, die hier das vierte Jahr starten. Dritter, Zweiter, Zweiter, blickt Rüge auf sein bisheriges Abschneiden zurück: „Letztes Jahr sollte es eigentlich anders ausgehen." Umso größer ist der Willen, es diesmal auf den höchsten Podestplatz zu schaffen. Dafür steigt der 32-Jährige von Nissan Micra auf Honda Civic um. „Original ist die Karrosse, ansonsten...", sagt er mit Blick auf das Fahrzeug in der Möbelwerk-Halle, das er in den vergangenen Wochen hergerichtet hat: das Fahrwerk komplett umgebaut, besonders robuste Schweißnähte gesetzt, Spezialreifen aufgezogen.

Mit seinem Opel Calibra fährt André Hanickel erstmals in der Tourenwagen-Klasse: „Ich muss mal was anderes probieren." Seit November pfriemelt der 30-jährige Fahrzeugbauer an seinem Wagen, „abends, nach der Arbeit". Rüge, der Tiefbauer, hatte da mehr Zeit, die Winterpause auf dem Bau war lang. Ronny Kühn, der Vierte im Team, fährt Spezialcross. Am Wochenende stehen für das Team in Torgau technische Abnahme und Training an.

Am 30. April und 1. Mai dröhnen die Motoren am Frohburger Kaplanberg, eine Woche später geht es in Dolsenhain auf die Piste. „Das Racing-Team ist unsere Jugendbrigade. Sie ist wichtig, um junge Leute an unseren Verein zu binden. Und wir sind stolz, was die Kerle leisten", sagt Ulrich Venzke vom Vorstand des Bad Lausicker Auto-Moto-Clubs Herrmannsbad (AMC). In der Vergangenheit habe der AMC über den ADAC Zuschüsse, wenn auch bescheidene, für das Rennteam organisieren können, doch sei schon im vergangenen Jahr diese Förderung ausgeblieben. Die Unterstützung, die der Bad Lausicker Verein leisten könne, sei vor allem moralischer Natur.

Die Möbelwerker kennen den Preis ihres Hobbys und wissen, wie schwer es ist, dafür Sponsoren zu finden. Bremsen kann es sie nicht. Fahren, für André Hanickel ein trifftiger Grund, Geld und Zeit zuzusetzen. Ingo Rüge beschreibt, was ihn treibt, so: „Es ist die Geschwindigkeit, der Augenblick, wo es gar nicht lohnt, in den Rückspiel zu sehen." Ganz vorne mitfahren, die AMC-Möbelwerker wollen beweisen, dass sie das können.

Ekkehard Schulreich

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