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Geithain "Riff" erwartet sechsmillionsten Besucher
Region Geithain "Riff" erwartet sechsmillionsten Besucher
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15:46 18.01.2010
Bad Lausick

Und meint damit: Das Freizeitbad „Riff“, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt, liegt nicht dem Bad Lausicker Steuerzahler auf der Tasche. Die Marke von 300 000 Besuchern habe man auch im zu Ende gegangenen Jahr überschreiten können. Allerdings konstatierte Heibutzki einen Rückgang im Vergleich zum guten Jahr 2008 um knapp sieben Prozent. Das liege wohl weniger an der sich zuspitzenden Wirtschaftslage im Lande. „Unser Haupteinflussfaktor ist vielmehr die Wetterlage“, sagt er: „Wenn das Wetter schlecht ist, ist es gut für unser Bad.“ Unter diesem Blickwinkel betrachtet, bot das Jahr 2009 zwei Monate zu schönen Winter und zwei weitere einen zu freundlichen Sommer. „Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr waren noch einmal hervorragend“, so der Geschäftsführer. Das zurückliegende Wochenende, an dem ein Schneechaos prognostiziert war, ließ indes manch potenziellen Badegast lieber zu Hause bleiben. 5,9 Millionen Besucher seit der Eröffnung des Wellness- und Freizeittempels wurden bis Ende Dezember gezählt. Das bedeutet, dass in den kommenden Wochen der sechsmillionste Besucher begrüßt werden kann. Ein Augenblick, der für Heibutzki und das „Riff“-Team beinahe mehr Gewicht hat als das 15-jährige Bestehen des Bades. Dieses Jubiläum steht erst Ende des Jahres an und soll gar nicht so groß gefeiert werden. Heibutzki: „Für unsere Gäste aber bereiten wir dann auf jeden Fall etwas vor.“ Keine Sorgen bereitet aktuell die Entwicklung der Energiepreise. „Das Gas, was wir 2010 brauchen, haben wir bereits vor einem Jahr eingekauft“, erklärt der Geschäftsführer. Man habe alle denkbaren Einsparpotenziale genutzt. Die Investitionen in mehr Energieeffizienz, die in den vergangenen Jahren auch mit Hilfe von Fördermitteln getätigt wurden, machten sich bezahlt. Bedauerlich sei, dass das Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk, das ein privater Unternehmer im Untergeschoss des Bades betreibt, schon mehrfach ausgefallen sei – zuletzt seit dem Jahresbeginn. Denn das „Riff“ könne die hier anfallende Wärme günstig nutzen. Klar ist für die Kur GmbH: „Was nicht in Frage kommt, ist, dass wir, um zu sparen, die Temperatur im Bad senken. Und da wir einen guten Service bieten wollen, brauchen wir auch ausreichend Mitarbeiter. Sie machen eine anerkannt gute Arbeit.“ 90 Frauen und Männer inklusive der Aushilfen sind zurzeit im Bad beschäftigt, die Mehrheit davon nicht in Vollzeit-Jobs. Um die Marktposition, die das „Riff“ in der sächsischen Bäderlandschaft innehat, zu stärken, wurde die Einrichtung in anderthalb Jahrzehnten Stück für Stück ausgebaut. Erweitert wurde nicht nur der Saunabereich; zuletzt erhielten die Badegäste mit Salzgrotte und Aroma-Wärme-Kabine zusätzliche Wellness-Orte. Diese Strategie setze man in den kommenden Jahren fort, so Henry Heibutzki: „An eine Erhöhung unserer Eintrittspreise ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen.“

Ekkehard Schulreich

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