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Rittergut Sahlis in neuen Händen: Kohren hat wieder Hoffnung für die Immobilie

Zwangsversteigerung Rittergut Sahlis in neuen Händen: Kohren hat wieder Hoffnung für die Immobilie

Das Rittergut Sahlis, ein architektonisches und kulturgeschichtliches Kleinod: Über Jahre schien die Immobilie eher ein Fluch als ein Segen zu sein. Jetzt, nach einer erneuten Zwangsversteigerung, wächst die Zuversicht, dass das Gut saniert wird und künftig positiv ausstrahlt.

Blick auf das Rittergut Sahlis.

Quelle: Jens Paul Taubert

Kohren-Sahlis. Zu Wohnzwecken, für Gewerbe und für besondere Veranstaltungen will Thomas Fischer das Rittergut Sahlis künftig nutzen. Der Immobilien-Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen hatte das denkmalgeschützte Anwesen in Kohren-Sahlis in der vergangenen Woche bei einer Zwangsversteigerung erworben.

„Wir als Stadt sind froh, dass das Thema Rittergut nun auf einem anderen Niveau ist und eine Zukunft hat“, sagt Bürgermeister Siegmund Mohaupt (CDU) nach einem Gespräch mit Fischer Mitte dieser Woche. Fischer habe auf ihn den Eindruck gemacht, er sei „einer jener Unternehmer, die nicht nur reden, sondern vor allem anpacken“. Dieses Engagement habe die kulturhistorisch und architektonisch wertvolle Immobilie auf jeden Fall verdient, und auch für Kohren-Sahlis sei es von Vorteil, wenn das großzügige Anwesen endlich eine Nutzung erfahre, die weithin und vor allem positiv ausstrahle. Dass die Sanierung des Komplexes nicht in wenigen Monaten zu stemmen sei, sondern Jahre beanspruchen werde, sei allen bewusst, so Mohaupt: „Wir haben ihm Unterstützung nach unseren Möglichkeiten zugesagt, und ich denke, auch der Landkreis wird ihn unterstützen.“ Es sei höchste Zeit, dass Kohren-Sahlis aus jenen unerfreulichen Schlagzeilen komme, die auf den Vorbesitzer Karl-Heinz Hoffmann und dessen Verbindungen in rechtsextreme Kreise abzielten.

„Das Geld, das der Abwasserzweckverband erlösen wollte, ist inzwischen gezahlt“, sagt Jana Erler, die Geschäftsführerin des Abwasserzweckverbandes Wyhratal. Konkret sei es zuletzt um 130 000 Euro gegangen. Die Forderung gegenüber dem Vorbesitzer Hoffmann habe den Anschlussbeitrag an das Abwassersystem betroffen: „Der Betrag war so hoch, weil das Grundstück so groß ist.“ Nach vier Wochen Widerspruchsfrist werde der Bescheid rechtskräftig; sie, Erler, gehe davon aus, dass das Kapitel Rittergut Sahlis für den AZV damit abgeschlossen sei. Ursprünglich hatte der Verband 160 000 Euro angesetzt. Nach einer ersten Zwangsversteigerung, bei der ein Interessent den Zuschlag erhielt, aber nicht zahlte, war nun dieser zweite Termin angesetzt worden.

Wann er mit der Sanierung beginne, konnte Thomas Fischer noch nicht sagen, nur so viel: „Da dieses Objekt nicht weit weg von Leipzig ist, sehe ich große Chancen.“

Von Ekkehard Schulreich

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