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Geithain Ritterschlag für die Bläserphilharmonie: Ensemble erhält Exzellenz-Förderung
Region Geithain Ritterschlag für die Bläserphilharmonie: Ensemble erhält Exzellenz-Förderung
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05:00 19.09.2017
Die Sächsische Bläserphilharmonie hier bei der Aufführung der Kammeroper „Katharina von Bora“ in Nimbschen. Quelle: Thomas Kube
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Bad Lausick

In der „Exzellenten Orchesterlandschaft Deutschland“ ist die Sächsische Bläserphilharmonie ab sofort eine von der Bundesregierung anerkannte Landmarke. Monika Grütters (CDU), die Beauftragte für Kultur und Medien, bestätigt die Aufnahme des Ensembles in das gleichnamige Förderprogramm des Bundes. Für das in Bad Lausick beheimatete Orchester bedeutet das eine auf drei Jahre veranschlagte institutionelle Förderung mit bis zu 300 000 Euro – und damit eine Qualität der Unterstützung auf Bundesebene, die über die bisher schon praktizierte Förderung besonderer einzelner Projekte weit hinausreicht.

„Für uns bedeutet das eine Riesen-Möglichkeit, an dem Begonnenen weiterzuarbeiten und es auszubauen. Die Förderung heißt nichts anderes, als dass unser Orchester in seiner bundesweit künstlerischen Einzigartigkeit wahrgenommen wird. Es ist eine Würdigung der Leistung unserer Musiker“, sagt Heiko Schulze, der den gemeinnützigen Träger von Orchester und Deutscher Bläserakademie leitet. Über Jahre schon habe man ausgelotet, welche Bundesmittel beschafft werden könnten, um das Profil des Orchesters weiter zu schärfen. Mittel über einzelne Projekte hinaus. Dass man jetzt in diese Exzellenz-Initiative hineingekommen sei, verdanke man maßgeblich der Unterstützung von Katharina Landgraf, der CDU-Bundestagsabgeordneten der Region.

„Das ist ein Ritterschlag“, kommentiert Katharina Landgraf den Brief aus dem Hause Grütters, in dem es unter anderem heißt: „Damit wollen wir Orchestern die Chance eröffnen, innovative und beispielhafte Projektideen zu verwirklichen und einen nachhaltigen Impuls in das deutsche Musikleben zu geben. Der Bund stelle sich gemeinsam mit den Ländern der Verantwortung, eine Orchester-Landschaft zu erhalten, „die weltweit einmalig ist und deshalb in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde“. Landgraf sieht angesichts dessen eine Basis dafür, die finanzielle Situation des Orchesters – das neben dem Leipziger Symphonieorchester vor allem Fördermittel des Kulturraumes Leipziger Raum erhält – zu stabilisieren. Auch deshalb, weil die Förderung ausdrücklich für Personelles, etwa die Besetzung seit langem vakanter Stellen, verwendet werden könne.

„Was wir tun, soll dank dieser Unterstützung deutschlandweit noch stärker ausstrahlen“, sagt Schulze. Er meint damit erfolgreiche und weitreichende Projekte wie aktuell die Kammeroper „Katharina von Bora“, aber auch die Bildungsarbeit der Bläserakademie und Gastspiele in zahlreichen Bundesländern. Möglich sei jetzt auch die Vergabe von Kompositionsaufträgen, um zeitgenössischer Bläsermusik ein Podium zu geben. Ideen, sagt Schulze, habe man viele entwickelt und manche bereits umgesetzt. Jetzt bestehe die hervorragende Gelegenheit, einige umzusetzen: „Wir freuen uns darüber und werden jetzt klug ausloten, was in Frage kommt.“

Von Ekkehard Schulreich

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