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Geithain Roda packt’s gemeinsam: Vereine feiern 75 Jahre Feuerwehr
Region Geithain Roda packt’s gemeinsam: Vereine feiern 75 Jahre Feuerwehr
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09:00 22.08.2016
Beim Stiefelweitwurf sind Kraft und Geschicklichkeit gefragt. Quelle: René Beuckert
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Frohburg/Roda

Zum 75. Feuerwehrjubiläum schien am Sonnabend ganz Roda auf den Beinen zu sein. Bei Spaß, Sport und Spiel begingen die Floriansjünger und der Sportverein gemeinsam das Fest. Am Vormittag stand der Feuerwehrausscheid auf dem Programm, dem am Nachmittag Wettkampfspiele folgten.

Um den historischen Bezug herzustellen, präsentierten die Kameraden neben althergebrachter Feuerwehrtechnik auch moderne Löschfahrzeuge, wie sie heute zum Einsatz kommen. „Wir wollen ein Stück Feuerwehrgeschichte widerspiegeln, wenn wir eine alte Handdruckspritze neben ein Feuerwehrfahrzeug aus DDR-Tagen und die modernen Fahrzeuge postieren. Damit zeigen wir den Entwicklungsschritt über Generationen hinweg auf“, erklärte Wehrleiter Mathias Mäder.

Er hatte in die Geschichte zurückgeblickt und festgestellt, dass es vor der jetzigen Truppe in Roda bereits eine andere Wehr gab. Doch offiziell wurde die dokumentierte Feuerwehrgründung von 1941 zum Anlass genommen, das jetzige 75-jährige Jubiläum zu feiern.

Besonders freue ihn, so Mäder, an die Tradition der Jugendfeuerwehr anknüpfen zu können, die früher junge Brandschutzhelfer hießen. „Die jungen Kameraden nahmen seinerzeit erfolgreich an Wettkämpfen teil und waren sogar DDR-Meister“, erinnert er.

Nach der Wende fehlte der Nachwuchs, um eine Kinder- und Jugendfeuerwehr fortzuführen. Doch seit einigen Jahren zählen wieder junge Nachrücker zur Rodaer Wehr, die bei Wettkämpfen so manchen Pokal und einmal den zweiten Platz bei Kreismeisterschaften errangen. „Wir haben schon etliche Kameraden aus der Jugendfeuerwehr in die Reihen der aktiven Wehr aufnehmen können“, sagte ein glücklicher Ortswehrleiter.

Insgesamt zählen 34 Kameraden, davon 19 aktive, zur Rodaer Wehr. Den Schwerpunkt neben der Brandbekämpfung bildet die technische Hilfeleistung. Zusätzlich verfügt die Truppe über ein Katastrophenschutz-Messfahrzeug für chemische Einsätze.

Zum Feuerwehrjubiläum stand neben der eigenen Geschichte die Unterhaltung auf dem Sportplatz im Vordergrund. Der ortsansässige Sportverein forderte mit zahlreichen Aktionen die Rodaer und Gäste zum Mitmachen auf. Der Stiefelweitwurf fand genauso Anklang wie das Wissensquiz, in dem auch Fragen aus dem Ort auftauchten, sowie das Büchsenwerfen, um einige Beispiele zu nennen.

Jens Böhner vom Sportverein meinte, seine Leute bringen sich gern in das Festgeschehen der Feuerwehr ein. „Hier im Dorf herrscht noch Zusammenhalt, dabei unterstützt einer den anderen“, sagte er. „Dorffeste veranstalten wir seit 1994. Neben dem Sportverein und der Feuerwehr ist ebenso die Kirche in das Festgeschehen eingebunden.“

Im Ort finden im Jahr mehrere Aktivitäten statt, so Böhner, die vom Maibaumsetzen bis zum Tannbaumverbrennen und Dorffest reichen und von den Bewohnern gern angenommen werden. „Wir unterstützen uns gegenseitig“, bekräftigte er. Wenn der Sportverein sein Fest feiert, helfen die Kameraden mit ihrem Festzelt aus und packen sogar beim Aufbau mit an. „Für die meisten Rodaer ist das Miteinander selbstverständlich“, betonte Böhner.

Von René Beuckert

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