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Geithain Rodaer hat über 1000 Stücke rund um die Feuerwehr
Region Geithain Rodaer hat über 1000 Stücke rund um die Feuerwehr
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14:38 21.12.2012
Feuerwehrmann Horst Schüch sammelt alles über die Feuerwehren. Hier zeigt er ein historisches Fahrzeug aus England. Quelle: Jens Paul Taubert
Roda

Weil letztere seit Jahrzehnten zum Lebensinhalt des gelernte Maurers gehört. Zwei Traditionslinien vereinen sich praktisch in seiner Sammelleidenschaft. Sein Vater stammt aus dem Erzgebirge, so dass der inzwischen 60-jährige Rodaer Horst Schüch ein Faible für Volkskunst aus diesem Landstrich hat und schon zu DDR-Zeiten jede Gelegenheit nutzte, Geschnitztes oder Gedrechseltes in sein Zuhause zu bringen. Und der Vater war ebenfalls begeisterter Feuerwehrmann, begründete die Rodaer Freiwillige Feuerwehr mit, der auch Sohn Horst inzwischen 45 Jahre angehört. Zehn Jahre fungierte er als Wehrleiter fungierte, war zuvor viele Jahre Jugendwart und Stellvertreter. Dass er ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele ist, davon künden nicht nur die ein Meter hohe Porphyrsäule im Vorgarten mit der Aufschrift „Hier wohnt ein Feuerwehrmann“, die er zum 50. Geburtstag geschenkt bekam, oder die Klingel in Form eines Feuermelders. Sondern auch das Innere des Hauses. Nicht nur eine Vielzahl seiner Räuchermännel sind im Outfit der Feuerwehr. Zu den Schmuckstücken zählt auch ein etwa 30 Zentimeter geschnitzter großer Florian, der Schutzheilige der Feuerwehr. „Den habe ich mal vor über 20 Jahren im Erzgebirge erstanden“, erklärt der Sammler. Auch etwa 120 Figuren aus Metall zwischen sieben und zehn Zentimetern machen anschaulich, welche Einsatzkleidung Feuerwehrmänner aus aller Welt so tragen. Da steht der Lebensretter und Brandschützer aus Los Angeles neben dem Rettungssanitäter aus Paris oder Feuerwehrmännern aus Ostberlin und München. Zudem hat der Rodaer viele dicke Hefter mit Unterlagen und Zeitschriften über „Die ganze Welt der Feuerwehr“. In Regalen ist überdies Feuerwehrfahrzeug an Feuerwehrfahrzeug gereiht – aus Holz, Blech und Plast. Allein 150 größere Autos nennt er sein eigen, einige davon selbst aus Bausätzen zusammengebaut. Seine Tochter brachte aus England einige historische Fahrzeuge mit, die nicht nur Kinderherzen erstrahlen lassen. „Zu meinen Raritäten gehört eine erzgebirgische geschnitzte Spritze mit Pferdefuhrwerk, also von Löschtechnik, wie sie um 1800 im Einsatz war. Davon gibt es überhaupt nur drei Stück“, ist der Rodaer sichtlich stolz. Früher bekam er zu Geburtstagen oder Jubiläen von Gästen stets solcherart Präsente. „Aber inzwischen ist es für die schwierig, etwas zu finden, was ich noch nicht habe“, schmunzelt Schüch. Bereits über 1000 Einzelstücke hat er, auch dank der guten landesweiten Kontakte zu anderen Feuerwehr-Kameraden. Denn von Hamburg bis Augsburg kennt er Gleichgesinnte. Betrachtete seine Frau Helga das Hobby ihres Gatten zunächst skeptisch, so hat er sie inzwischen mit dem Sammelvirus infiziert. „Vor allem aber ist ihre Hilfe gefragt, wenn wir all die Dinge abstauben. Das passiert viermal im Jahr. Da muss mit dem Pinsel geputzt werden“, schildert Schüch die Schattenseite der Sache. Vom Keller bis ins Obergeschoss gibt es jedenfalls kein Zimmer, das „feuerwehrfrei“ wäre. Sein großes Ziel ist jedoch nicht nur, weitere Exponate aufzutreiben. Sondern er möchte eine Chronik über die Rodaer Feuerwehr zusammenstellen. „Das würde ich gern noch schaffen“, wäre ihm eine Herzensangelegenheit.

Thomas Lang

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