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Geithain Rodas alte Schule: Wohnungen und eine Arztpraxis geplant
Region Geithain Rodas alte Schule: Wohnungen und eine Arztpraxis geplant
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17:09 11.07.2017
In der einstigen Rodaer Dorfschule sollen Wohnungen und eine Arztpraxis entstehen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Roda

Die einstige Rodaer Dorfschule ist verkauft. Der Frohburger Stadtrat beschloss, das um 1850 errichtete Gebäude an einen Interessenten aus Chemnitz zu veräußern. Die Stadt, die für die Immobilie keine Verwendung hat, hatte mehr als drei Jahre nach einem Käufer gesucht. Es habe nur wenige Interessenten gegeben, so Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW); ein konkretes Kaufangebot habe zuvor gar niemand abgegeben. Das werde nicht zuletzt auch am Denkmal-Status des Gebäudes gelegen haben.

Den Chemnitzer Käufer schreckte das offenbar nicht ab, im Gegenteil. Er beabsichtige, das Haus fachgerecht zu sanieren, das Ober- und das Dachgeschoss zu Wohnzwecken herzurichten und eine Arztpraxis im Erdgeschoss zu eröffnen, heißt es aus der Stadtverwaltung. „Es ist sein Ziel, das ortsbildprägende Gebäude wieder für alle Rodaer sicht- und erlebbar zu einer Zierde des Ortes zu verwandeln.“ Aufgrund des maroden Bauzustandes und dem unverzichtbaren Bau einer neuen Kläranlage gewährt die Stadt dem Käufer einen Nachlass auf den Kaufpreis. Der ist mit dem Kommunalamt des Landkreises abgestimmt.

Der Verkauf, so erfreulich er für die Kommune ist – schließlich gibt es in zahlreichen Frohburger Ortsteilen historische Schulgebäude, die auf neue Nutzungsarten warten –, für den Heimatverein Roda bedeutet er einen Verlust. Der Verein betrieb über Jahre im Erdgeschoss eine Heimatstube, stellte hier aus, was er an geschichtlichen Zeugnissen zusammentrug. Zum Teil handelt es sich dabei um Leihgaben, zum Teil wurden die Exponate und Dokumente Eigentum des Vereins. Dass die Sammlung bei einem Verkauf ausziehen muss, weiß Vereinsvorsitzende Christa Kipping seit Monaten. Und sie nutzte die Zeit, sich nach Alternativen umzuschauen.

„Wir sind mit dem Deutschen Roten Kreuz in Kontakt“, sagt Kipping. Es gebe die Überlegung, den Fundus in dem Stützpunkt unterzubringen, den das DRK in der einstigen landwirtschaftlichen Versuchsstation aufbaut. „Für uns böte das die Chance, die Sammlung nicht auseinander reißen zu müssen“, sagt Kipping. Der Verein sei guten Mutes, eine Lösung zu finden. Dass die alte Schule nun saniert werde, freut die 82-Jährige, der die Ortsgeschichte am Herzen liegt, zweifelsohne: Sie wohnt unmittelbar gegenüber und wurde hier einst selbst unterrichtet.

Von Ekkehard Schulreich

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