Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Rötha setzt Belohnung für Hinweise auf Brandstifter aus
Region Geithain Rötha setzt Belohnung für Hinweise auf Brandstifter aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:58 07.01.2016
Feuerwehreinsatz beim Schwelbrand in der Röthaer Turnhalle.  Quelle: Mike Köhler
Anzeige
Rötha

 Es reicht. Der Brand in der Turnhalle in der Haeckelstraße in Rötha brachte das Fass zum Überlaufen. Jetzt setzt die Stadtverwaltung für „sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der möglichen Brandstifter“ eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro aus. Mit diesem Schritt reagiert Bürgermeister Ditmar Haym (parteilos) auch auf Befürchtungen in der Bevölkerung. „Man ist sich nicht mehr sicher“. Zudem sei der Schwelbrand in der Turnhalle, der am 28. Dezember von einem Handwerker zum Glück noch rechtzeitig entdeckt wurde, „ein direkter Angriff auf ein städtisches Gebäude, wenn es tatsächlich Brandstiftung war“, sagt Hay.

17 Brände wurden in Rötha vergangenes Jahr gezählt, bei denen der Verdacht auf Brandstiftung naheliegt. Donnerstagmorgen dann das nächste Feuer: Laut Polizei zündete ein Unbekannter gegen 4 Uhr ein Holzstapel mit Kaminholz hinter einer Scheune in der Straße Rosental an. Die Grundstücksbesitzer wurden erst durch den Lärm der eintreffenden Feuerwehr geweckt. Die konnte den Brand schnell löschen, bevor er auf die Scheune übergriff.

Wie dramatisch die Situation ist, weiß am besten der Chef der Röthaer Feuerwehr Klaus Schömann. Der hat im Einsatztagebuch unter den 44 Einsätzen, zu denen seine Kameraden im zurückliegenden Jahr ausrücken mussten, 28 Brände aufgelistet. Das allein ist für eine Stadt der Größe Röthas schon ziemlich viel. In mehr als der Hälfte dieser Fälle liegt der Verdacht der Brandstiftung nahe. Ganz besonders bei den Bränden von Papier- und Müllcontainern und von Altkleidersammelbehältern. Das geschah in Rötha im vergangenen Jahr zwölfmal. Hinzu kommen fünf Brände von Holzstapeln oder Schuppen und ähnlichen Objekten, bei denen laut Schömann auch von Brandstiftung ausgegangen werden müsse.

Dass die Stadt jetzt der Suche nach dem oder den Feuerteufeln mit einer Prämie nachhelfen will, zeige aus Schömanns Sicht „dass man nicht gewillt ist, die Situation weiter hinzunehmen und dass man gegensteuern will“.

Bürgermeister Haym zeigt sich entschlossen. „Irgendwann hat man den Kanal voll“, wenn man von immer neuen Bränden höre und immer wieder von Brandstiftung gesprochen werde, sagt er. Die Einwohner werden deshalb aufgerufen, Hinweise zu den möglichen Brandstiftern dem Polizeirevier Borna oder direkt der Stadtverwaltung Rötha mitzuteilen.

Die Turnhalle in der Haeckelstraße bleibt voraussichtlich noch bis Ende nächster Woche gesperrt. Nach dem Schwelbrand im Dachbereich, der glimpflich ausging und von der Feuerwehr schnell gelöscht werden konnte, muss ein Balken teilweise erneuert und das Brandloch geschlossen werden. Schulsport und Vereine müssen so lange auf die Halle verzichten.

Update: Als bekannt wurde, dass es am Donnerstagmorgen in Rötha erneut gebrannt hat, wurde der zweite Absatz des Artikels ergänzt.

Von André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein technisches Problem in den zehn Wertstoffhöfen des Landkreises Leipzig kommt seit Januar den Verbrauchern zu Gute. Die Waagen, mit denen die abgelieferten Mengen gemessen werden, sind auf eine Mindestlast von 50 Kilo geeicht. Die jährliche kostenfreie Abgabemenge wird auf 150 Kilo pro Einwohner erhöht.

06.01.2016

Nach der umfangreichen Sanierung der Etzoldshainer Dorfkirche in den Sechzigerjahren und Erhaltungsmaßnahmen um die Jahrtausendwende muss 2016 erneut etwas getan werden. Saniert werden soll der Anbau. Es geht aber auch um die Ableitung des Wassers, das das Mauerwerk des Gotteshauses selbst feucht sein lässt, und um eine neue Elektrik.

06.01.2016

Das Kirchenjahr 2016 ist noch jung. Aber die Kirche im Landkreis Leipzig erinnert bereits an die inzwischen alte Tradition der Nacht der offenen Dorfkirchen und läutet schon jetzt für den 2. Juli die Werbeglocken. Ein Grund dürfte das kleine Jubiläum sein. Die Möglichkeit, ländliche Sakralbauten nachts zu besuchen, bietet sich heuer zum zehnten Mal.

05.01.2016
Anzeige