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Geithain Rollschuh-Kunstwerk will Menschen in Bad Lausick zusammen bringen
Region Geithain Rollschuh-Kunstwerk will Menschen in Bad Lausick zusammen bringen
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19:00 04.09.2017
So könnte der Schuh aussehen: Nemat, Kourosh, Sebastian Jung, Künstlerin Ute Hartwig-Schulz und Meggy Weitze zeigen erste Entwürfe. Quelle: Kinder- und Jugendring
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Bad Lausick

„Unsere Hände sprechen eine Sprache“ hat die Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz einen Kunstkurs überschrieben, der am Mittwoch auf dem Gelände der Alten Rollschuhbahn in Bad Lausick beginnt. Mit einem vom Landkreis Leipzig geförderten Projekt will die Künstlerin vom Künstlergut Prösitz, die unter anderem auch die Vineta auf dem Störmthaler See erschaffen hat, Bad Lausick und Zuwanderer zusammenbringen. „Gemeinsam soll ein überdimensionaler Rollschuh entstehen, der das Markenzeichen des internationalen Begegnungszentrums des Kinder- und Jugendrings werden soll“, sagt Sebastian Jung, der die Projekte auf der Freizeitanlage leitet. Viele dieser Vorhaben tragen einen ausgewiesen multikulturellen Charakter.

„Bereits 2014 konnten wir eine Fahrradwerkstatt aufbauen, wo die Jugendlichen ihre Fahrräder reparieren können. Seit dem im Landkreis Zuwanderer aus aller Welt ankamen, konnten wir einen Fahrradverleih etablieren. Im Klartext bedeutet das, dass wir über dreihundert Fahrräder aufgebaut und an die neuen Mitbürger ausgegeben haben“, sagt Jung. „Für jedes Fahrrad, das wir ausgeben, verlangen wir ein Pfand von 20 Euro. Wenn ein Zuwanderer in einen anderen Landkreis oder eine andere Stadt zieht, bringt er das Fahrrad zurück und erhält sein Pfandgeld zurück. Bislang haben wir keine schlechte Erfahrung damit gemacht.“

Als Ute Hartwig-Schulz von dem Projekt erfuhr, sei sie sofort Feuer und Flamme gewesen, sagt sie: „Schon seit 2015 unterstütze ich Menschen, die es in unsere Region verschlagen hat, und versuche, ihnen ein angenehmes Ankommen zu ermöglichen.“ So sei es für sie klar, dass sie die Arbeit im Internationalen Begegnungszentrum Alte Rollschuhbahn unterstütze.

Das Ziel, das die Künstlerin dabei verfolgt, ist einfach, aber effektiv. „Die Teilnehmer können sich untereinander kennenlernen und zudem beim Entstehen einer Skulptur selbst kreativ werden. Das große Kunstwerk macht sichtbar, dass die Begegnung verschiedener Menschen aus der ganzen Welt mit ihren kulturellen Unterschieden und den Bürgern aus der Region im gemeinsamen Handeln große Werke schaffen können,“ so Ute Hartwig-Schulz.

Sie betont, dass das Projekt nur realisiert werden könne, wenn Vereine und andere Einrichtungen dabei mitwirkten. Wer mit Zuwanderern arbeite, sie betreue oder anderweitig in Kontakt mit ihnen stehe, solle sich nicht scheuen, an dem Kunstwerk mitzuarbeiten. „Auch die Nachbarn, Bad Lausicker und die Anwohner der Dörfer sollten dazu stoßen und mitmachen.“

Die Treffen finden mittwochs von 14 bis 17 Uhr statt. Das sind die Termine: 6., 13.., 20., 27. September, 4., 11., 18. Oktober, 1. und 8. November. Die Finisage findet am 15. November statt. Treffpunkt ist die Alte Rollschuhbahn in der Glastener Straße 10 in Bad Lausick. Damit niemand wegen des Reiseweges wegbleiben muss, bietet die Künstlerin einen Shuttleservice vom Bahnhof Bad Lausick an.

Kontakt: Ute Hartwig-Schulz (Telefon 034385/51315). Alle Teilnehmer erhalten nach dem Abschluss des Projektes ein Zertifikat.

Von lvz

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