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Geithain Rudolph: "VieleChancenbekommt Geithainnicht mehr"
Region Geithain Rudolph: "VieleChancenbekommt Geithainnicht mehr"
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00:32 27.08.2015
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Geithain

"Der Landrat hat vormittags alle Bürgermeister eingeladen zur Asylfrage", sagt der 56-Jährige, der die Nachfolge von Romy Bauer (parteilos) antritt. Rudolph hoffte, dass Bauer, die in der Wahl im Juni deutlich unterlag, in der letzten Augustwoche eine geordnete Übergabe der Geschäfte ermöglicht. "Für die vielen Dinge, die zu klären sind, ist der angebotene Termin 1. September nicht akzeptabel", sagt er. Doch es wird wohl dabei bleiben. "Die Übergabe ist vorbereitet für den 1. September und erfolgt anhand der Geschäftsverteilung", sagt Romy Bauer auf LVZ-Nachfrage. Ihre letzte Amtshandlung als Stadtoberhaupt sei die Leitung der Sitzung des Technischen Ausschusses am Abend.

Die ersten Aufgaben, denen er sich ohne Verzug wird widmen müssen, hat Frank Rudolph bereits klar umrissen. Seit 1994 im Geithainer Stadtrat und vor sieben Jahren als Bewerber um den Chefsessel im Rathaus Romy Bauer (damals CDU) noch unterlegen, kennt die kommunalen Verhältnisse nicht nur von außen. "Geithain ist nicht auf Rosen gebettet", sagt er. Die Finanzen in Ordnung zu bringen, sei deshalb eine vordringliche Aufgabe. Über viele kleine Schritte vorankommen, investieren unter Ausnutzung jeglicher Förderprogramme, so beschreibt Rudolph seine Strategie. Zu der unbedingt auch das Atmosphärische gehöre: ein neues Miteinander in Verwaltung und Stadtrat, vor allem aber mit den Geithainerinnen und Geithainern. Kurze Wege für den Bürger, Transparenz von Entscheidungen, offene Debatten - darauf setze er: "Ich denke, ich habe die Unterstützung der Mitarbeiter im Rathaus dafür, aber auch die der Stadträte. Ich wünsche mir Zusammenarbeit mit allen. Es geht um unsere Stadt. Parteien spielen da für mich keine Rolle. Viele Chancen bekommt Geithain nicht mehr."

Diese vordringlichen Aufgaben hat Rudolph auf dem Schirm: gemeinsam mit Kämmerer Michael Bochmann die Erarbeitung des Narsdorfer Haushaltes abschließen (die eigenständige südliche Gemeinde ist mit Geithain via Verwaltungsgemeinschaft verbunden); die Eröffnungsbilanz für Geithain, "die das Landratsamt seit Längerem schon anmahnt", auf die Reihe bringen; den nächsten Haushalt vorbereiten ("Das kann aus meiner Sicht nur ein Doppel-Etat für 2016 und 2017 sein"); einen Überblick verschaffen über die Aufgabenverteilung innerhalb der Verwaltung und gegebenenfalls Veränderungen vornehmen, um effizienter zu werden.

Sein Stadtratsmandat hat Frank Rudolph zurückgegeben. An seine Stelle rückte in der vergangenen Wochen Dietmar Lienert in die UWG-Fraktion nach. Im Kreistag will er allerdings weiter aktiv sein, "um zu wissen, was auf Kreisebene gespielt wird". Hier sieht er sich in guter Gesellschaft mit zahlreichen parteilosen Bürgermeistern aus anderen Kommunen in der Umgebung. Für ihn potenzielle Partner in vielen Fragen der Zusammenarbeit über die Grenzen der eigenen Stadt hinweg. Zieht Rudolph auch am 2. September in sein Dienstzimmer in der ersten Etage des Rathauses mit Blick auf den Marktplatz ein, vereidigt wird er erst zwei Wochen später: Die Sondersitzung des Stadtrates findet am 15. September statt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.08.2015
Ekkehard Schulreich

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