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Rückkehr eines Denkmals für Bad Lausicker Turner verzögert sich

Denkstein Rückkehr eines Denkmals für Bad Lausicker Turner verzögert sich

Wenn Sachsens Kultusministerin am 14. September die neue Bad Lausicker Sporthalle offiziell einweiht, wird er noch fehlen: jener Findling, der die Namen von 17 im Ersten Weltkrieg gestorbenen Turnern trägt. Der Stein, der sich vor der alten Halle befand, soll aber zurückkehren. Was aus acht Keramik-Reliefs wird, ist allerdings offen.

Solche kleinen Reliefs befanden sich an der alten Turnhalle über den Fenstern.

Quelle: Wolfgang Müller

Bad Lausick. Wann der Denkstein der Bad Lausicker Turnerschaft an seinen angestammten Platz vor der Turnhalle zurück kehrt, ist offen. Der Findling, der die Namen von 17 im Ersten Weltkrieg gefallenen Vereinsmitgliedern trägt, befand sich bis zum Abriss des alten Gebäudes am Zugang Turnerstraße. Die neue Halle ist seit einigen Wochen in Betrieb, soll am Mittwoch im Beisein von Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurt (CDU) offiziell übergeben werden – doch der Stein fehlt.

„Geplant war, den Stein wieder am ungefähren alten Standort aufzustellen. Im Vorfeld sollte der Stein restauriert werden“, sagt Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) auf LVZ-Nachfrage. Dafür sei aber eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung erforderlich. „Leider verzögerte sich das Genehmigungsverfahren derart, dass der Stein nunmehr zu einem noch nicht zu benennenden Zeitpunkt aufgestellt wird.“ Man sei aber mit der Denkmalschutz-Behörde des Landkreises im Gespräch.

Als der Stein anno 1921 enthüllt wurde, war das ein Ereignis für die Kurstadt. Mit Fahnen seien die Turner, von Sängern begleitet, von der Kilianskirche zur Halle gezogen, weiß Monika Löffelmann, Vorsitzende des Geschichtsvereins, aus alten Unterlagen. Den Findling hätten die Mitglieder des Turnvereins 1846 aus dem Glastener Wald geholt. Er verzeichnet den Namen von 17 Gefallenen; viele Familien sind bis heute in der Stadt ansässig. „Wir würden uns freuen, wenn die Namen nach der Wiederaufstellung zumindest wieder lesbar wären“, sagt Löffelmann, wohl wissend, dass eine grundsätzliche Restaurierung kaum bezahlbar sei. Dem Verein liege zudem am Herzen, dass jene acht Keramik-Reliefs, die einst die Fassade der alten Turnhalle schmückten, wieder sichtbar gemacht würden. Sie waren vor Abbruch des alten Gebäudes, dessen Grundstein 1914 unmittelbar vor Kriegsbeginn gelegt worden war, abgenommen worden. Der Krieg hatte die Inbetriebnahme der Halle verzögert. Zudem verhinderte er, dass zahlreiche Turner diese Halle nutzen konnten, denn sie fielen an den Fronten.

„Die Reliefs lagern im Bauhof der Stadt. Sie sollten ursprünglich am Neubau integriert werden“, sagt Hultsch. Nach seiner Kenntnis – der Neubau der Halle liegt größtenteils vor seiner Amtszeit – habe man keine geeignete Form der Einbeziehung gefunden. Was aus den Platten werde, sei offen.

Von Ekkehard Schulreich

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