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Geithain Rüdigsdorfer Kirche bald in neuem Glanz
Region Geithain Rüdigsdorfer Kirche bald in neuem Glanz
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13:44 25.10.2012
Mitarbeiter der Firma Stuck-Schmidt verputzten in den vergangenen Tagen das Kirchenschiff in Rüdigsdorf. Quelle: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis

Was hier passiert? Kohrens Pfarrer Matthias Ellinger gibt Auskunft: „Zunächst mussten die aufgetretene Risse, die zum Teil dem bautechnisch mutigen Standort der Kirche über dem Tal des Mausbaches und der stärkeren Verkehrsbelastung gegenüber der Bauzeit von 1848/49 geschuldet sind, mit Ankern versehen und anschließend mit Spezialmörtel verpresst werden. Anschließend wurde neuer Putz, der die ursprüngliche Fassung wieder anzeigt, aufgetragen. Nun tritt erst einmal eine kleine Trocknungspause ein, bevor Ende Oktober die farbliche Gestaltung erfolgt.“ Intensiv kontrolliert wurden in dieser Phase auch die farbigen Fenster. „Es ist enorm beeindruckend, dass sie schon über 160 Jahr bestehen und nur wenig von ihrer Ausstrahlung eingebüßt haben. Damit sich noch mehrere Generationen daran freuen können, wurde eine Schutzverglasung angebracht“, erklärt der Pfarrer. Ein Teil der Fenster befinde sich noch in der Kunstglaserei A. Gauser/Thalheim im Erzgebirge zur Aufarbeitung. Aber auch Steinmetze sind derzeit am Wirken. Sie beseitigen Schäden an den Porphyrelementen und richten den Sockel neu. „Wenn uns das Wetter ähnlich hold ist wie im vergangenen Jahr und der Bauablauf sich weiterhin so optimal gestaltet wie bisher, können wir davon ausgehen, dass die Kirche in der Adventszeit wieder in fast voller Schönheit zu erblicken ist“, ist bei Ellinger die Vorfreude groß. Ganz war allerdings das ursprüngliche Aussehen nicht wieder herzustellen. Auch in der kürzlichen „Nacht der offenen Dorfkirchen“ wurde mit den vorhandenen originalen Bauzeichnungen dokumentiert, welche reichhaltige Verzierungen sowohl am Kirchturm als auch am Giebel des Kirchenschiffs vorhanden waren. Diese Elemente sind jedoch bereits bei der ersten großen Sanierung vor knapp 100 Jahren verschwunden. Am übermorgigen Sonntag aber soll im Anschluss an eine um 17 Uhr beginnende Abendandacht auf den Bauablauf geblickt werden. Zudem sollen Erkenntnisse preisgegeben werden, die während der vielen vorbereitenden Debatten sowie der Ausführung der Arbeiten zum Vorschein kamen. Ein dritter Bauabschnitt ist vorgesehen, der momentan in der Genehmigungsphase steckt: die Wiedererrichtung des Treppenturmes mit Zugang in die Loge, wo es die kulturhistorisch wertvollsten Glasmalereien gibt. Dabei ist der Dank des Pfarrers an all jene groß, die diese intensive „Verschönerungskur“ mit Interesse begleiteten oder tatkräftig unterstützten. „Ohne manche Spende sowie die Förderung durch das Ile-Programm sowie landeskirchliche Mittel wäre so ein Projekt unvorstellbar. Ebenso wenig ohne die unermüdlichen Helfer, die unter anderem freitags mit einer großen Reinigungsaktion dafür sorgen, dass wir bereits tags darauf wieder eine Trauung halten können“, sagt Ellinger.

Thomas Lang

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