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Geithain Rummel-Geschwister geben Konzert zur festlichen Orgelweihe in Prießnitz
Region Geithain Rummel-Geschwister geben Konzert zur festlichen Orgelweihe in Prießnitz
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14:15 20.06.2017
Die Orgel in der Annenkirche von Prießnitz: Im Organistenspiegel ist der Altar zu erkennen. Quelle: Jens Paul Taubert
Frohburg/Prießnitz

Mit einem festlichen Konzert wird die Orgel in der Prießnitzer Annenkirche am Sonntag wieder in Betrieb genommen. Das 1825 vom Bornaer Orgelbaumeister Carl Gottlob Häcker gebaute Instrument hatte 2004 durch eine Überhitzung schweren Schaden genommen. „Seither war sie verstummt. Wir freuen uns, dass sie jetzt wieder spielbar ist, dass die Restaurierung gelang“, sagt Pfarrerin Barbara Vetter. Über viele Jahre habe die Gemeinde dafür Spenden gesammelt und in Summe rund 14 000 Euro zusammengetragen. Die Restaurierung, die die Kohren-Sahliser Fachwerkstatt Bochmann vornahm, kostete insgesamt knapp 50 000 Euro. Die Landeskirche Sachsen, aber auch die Denkmalschutzbehörde engagierten sich maßgeblich dafür, die Finanzierung zu sichern.

Anfang Juni durch den Orgelsachverständigen Bernhard Müller abgenommen, kann das Instrument nun erstmals wieder erklingen. Das Konzert gestalten Elisabeth Rohloff und Christoph Rummel, für Ältere alles andere als Unbekannte. Die Geschwister, Kinder des langjährigen Prießnitzer Pfarrer-Ehepaares Doris und Dietmar Rummel, wuchsen im Dorf auf. „Dass sie dieses Konzert übernehmen, freut die Gemeinde besonders“, sagt Vetter. Eingeladen habe man auch Pfarrerswitwe Doris Rummel; sie hatte sich mit einer größeren Spende für die Instandsetzung der Orgel engagiert.

Orgelbaumeister Häcker war Schüler des renommierten Urban Kreutzbach aus Borna. Seine Prießnitzer Orgel, mit nur einem Manual ausgestattet, war einen Ton höher gestimmt als heute üblich. „Das erschwerte den Gemeindegesang und das Musizieren mit anderen Instrumenten erheblich“, sagt Vetter. Kreutzbachs Sohn Richard sei es 1883 gewesen, der die Orgel umbaute und erweiterte. Nach der Restaurierung des Instrumentes in Kohren-Sahlis war die Orgel bereits Ende vergangenen Jahres wieder zusammengefügt. „Wir konnten sie sogar zu Weihnachten schon spielen, doch um sie intonieren zu können, brauchte es einfach höhere Temperaturen.“

Das Konzert in der Prießnitzer Kirche, deren 400. Umbau-Jubiläum im vergangenen Jahr gefeiert wurde, beginnt 17 Uhr. Bereits ab 14 Uhr trifft sich die Gemeinde zu einem Familien-Gottesdienst und einem kleinen Gemeindefest.

Von Ekkehard Schulreich

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