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Geithain Sächsische Bläserphilharmonie bietet neue Anrechtsreihe in Trebsen an
Region Geithain Sächsische Bläserphilharmonie bietet neue Anrechtsreihe in Trebsen an
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00:21 01.09.2017
Zum zweiten Mal holte Geithains Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) die Sächsische Bläserphilharmonie zum Schulhof-Konzert. Er begrüßte das Publikum. Die Veranstaltung am 25. August war bestens besucht. Das Publikum forderte drei Zugaben, feierte das Ensemble mit Standing Ovations. Quelle: Foto:
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Bad Lausick

Aus dem reichen Kulturerbe der Leipziger Region zu schöpfen, das bleibt für die Sächsische Bläserphilharmonie eine thematische Klammer, die die im Sommer zu Ende gegangene Spielzeit mit der jetzt beginnenden verbindet. War es die Kammeroper „Katharina von Bora“, die am Orginalschauplatz Kloster Nimbschen Ende Mai 900 Gäste faszinierte und während des Kirchentages in Leipzig weitere 4000 vor dem Opernhaus zusammenbrachte, ist es Ende September der „Hymnus“-Zyklus mit Werken des Dichters Paul Gerhardt, der beim Festkonzert des Landkreises Leipzig zum Tag der deutschen Einheit in den TDE-Werk-
stätten in Espenhain erneut erklingt. Mit „Hymnus“ geht das Orchester zudem im Herbst auf Reisen. Darüber hinaus sind zahlreiche Veranstaltungen im Kulturraum – im Leipziger Land, im Muldental, in Nordsachsen – geplant. Nach Bad Lausick wird nun in Trebsen eine zweite Anrechtskonzert-Reihe eröffnet. Über eine dritte für Oschatz und das Umland ist man in Gesprächen.

Arbeitsreich ist ein Begriff, mit dem Heiko Schulze, Geschäftsführer der gemeinnützigen Träger-GmbH von Sächsischer Bläserphilharmonie und Deutscher Bläserakademie, die alte und die neue Saison treffend beschreibt. Und damit zugleich auch erfolgreich meint, denn: „Egal ob hier im Kulturraum, an vielen Spielorten bundesweit, in Österreich, in den Niederlanden: Unser Orchester ist gern gehört. Immer wieder erreichen uns Einladungen. In der Innsbrucker Hofburg und beim Sauerland-Herbst etwa sind wir längst so etwas wie Stammgäste.“ Das regionale und das überregionale Engagement – neben der Akademietätigkeit – miteinander zu verbinden, sei fruchtbar und unverzichtbar. „Das Geld für all das, was wir hier in der Region und mit der Region entwickeln, verdienen wir überwiegend durch unsere Konzertreisen“, so Schulze. Mittel, mit denen nicht nur die beliebten und de facto ausverkauften Anrechtsreihen kofinanziert werden, sondern auch Schüler- und Neujahrskonzerte und Projekte, die das Orchester mit Partnern neu entwickelt. Über den Kulturraum hinaus wirkt die mit der Obstland AG Dürrwitzschen entwickelte Produktion „Florentines Reise“, ein Mitmach-Konzert für Kleine, aber auch Größere.

„Wir können nur mit unserer Arbeit überzeugen, andere Argumente haben wir nicht“, sagt der Geschäftsführer mit Blick auf die seit vielen Jahren währenden Bemühungen, die Finanzierung der beiden Orchester im Kulturraum – des Leipziger Symphonieorchesters und der Sächsischen Bläserphilharmonie – auskömmlich zu machen. Was jetzt in zähem Ringen durch die Politik ausgehandelt sei, betrachte er als einen ersten richtigen Schritt: „Bis jetzt aber ist definitiv kein Cent zusätzlich bei uns angekommen.“ Dabei würden die Musiker seit mehr als anderthalb Jahrzehnten deutlich schlechter entlohnt als viele Berufskollegen. Ein neuer Haustarifvertrag ist in Vorbereitung; zudem ist der Träger dem Deutschen Bühnenverein beigetreten.

Die Bläserphilharmonie als gesamtes Ensemble sowie einzelne Musiker stehen auch im neuen Akademie-Jahr in Bad Lausick für deutschlandeweite und internationale Werkstätten zur Verfügung. Die gibt es unter anderem für Horn, tiefes Blech, Kammermusik. Im Herbst beginnt im Musikhaus am Kurpark ein neuer Dirigentenkurs. Die Zusammenarbeit mit mehreren Musikschulen soll vertieft, die mit der Leipziger angestoßen werden.

Von Ekkehard Schulreich

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