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Geithain Sanierung von Kleinkläranlagen: Amt lehnt Geithains Antrag auf Fristverlängerung ab
Region Geithain Sanierung von Kleinkläranlagen: Amt lehnt Geithains Antrag auf Fristverlängerung ab
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12:40 06.07.2010
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. Lediglich ein halbes Jahr mehr Luft für die Wickershainer und die Anwohner der Mark Ottenhain sind für Amtsleiter Lutz Bergmann denkbar. Damit reagiert er auf den entsprechenden Antrag der Bürgermeisterin.

„Die Wasserbehörde hält an dem Termin fest - stellt für Wickershain nur ein halbes Jahr Verlängerung in Aussicht - das steht im Widerspruch zur derzeitigen Situation im Verband", erklärte auf LVZ-Nachfrage Gerhard Kindler, in Wickershain einer der Initiatoren in Sachen Abwasser. Diese Entscheidung sei unrealistisch und diene nicht der Suche nach der besten Lösung - vor allem im Sinne der Bürger im ländlichen Raum. Mitte/Ende August soll die nächste Informationsveranstaltung im Ortsteil stattfinden, Montagabend wollten Wickershainer die rechtliche Situation mit Geithains Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU) erörtern. Kindler: „Wir möchten mit ihr zusammen eine Lösung für Geithain finden."

Die Stadtchefin hatte nach einem entsprechenden Stadtratsbeschluss Ende März beim Umweltamt einen Antrag der Stadt auf Fristverlängerung in den Ortsteilen der Stadt Geithain gestellt - für die Umstellung jener Kleinkläranlagen auf vollbiologische Klärung, für die der Termin 31. Dezember 2010 steht. Das betrifft neben Wickershain, auch Nauenhain, die Mark Ottenhain und das Gebiet Sommerhof/Kalkweg. „Der vom Stadtrat geforderte 31. Dezember 2012 ist ein einigermaßen realistischer Termin", schätzt Gerhard Kindler ein.

„Ihrem Anliegen kann nicht entsprochen werden", lautet die eindeutige Aussage des Amtsleiters im Antwortschreiben an die Stadt. Einen Sonderfall stelle gegebenenfalls Wickershain dar, wo die Wasserbehörde eine nochmalige Untersuchung gefordert hatte. „Die Entscheidung ist aber nun endgültig am 19. 4. 2010 für eine dezentrale Lösung gefallen. Hier ist eine Verlängerung um ein halbes Jahr bis zum 30. 6. 2011 denkbar", heißt es.

Auch für den Bereich Mark Ottenhain sei eine nochmalige Untersuchung wegen der grenzwertigen Kostenvergleichsrechnung vorgeschlagen worden. Nach Vorlage der Ergebnisse „werden wir über eine Verlängerung ebenfalls um eine halbes Jahr entscheiden", so Bergmann.

Die Einwohner vom Kalkweg/Sommerhof hätten sich gegen Gruppenlösungen entschieden und „können somit die dezentralen Lösungen zeitnah realisieren", heißt es in dem Schreiben.

In Nauenhain hätten sich als wirtschaftlichste Lösung kleine Gruppenlösungen herauskristallisiert. „Das Ergebnis ist den Bürgern bekannt und kann umgesetzt werden", so der Amtsleiter.

„Wir sind enttäuscht über diese Ablehnung", erklärte auf LVZ-Nachfrage Nauenhains Ortsvorsteher Ronald Dietze. Der Versorgungsverband Grimma-Geithain (VVGG) müsse endlich Klarheit schaffen, forderte Kindler. Gegen den Mehrheitsbeschluss der Verbandsversammlung vom Mai, der VVGG solle sich komplett um Bau, Finanzierung und Betrieb der vollbiologischen Abwasserklärung auf dem Land kümmern, legten Bad Lausick, Colditz, Trebsen und Zschadraß wie berichtet Einspruch ein. Derzeit läuft die Suche nach Kompromissen.

Inge Engelhardt

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