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Geithain Schlamm der Eschefelder Teiche wurde nicht auf Glyphosat untersucht
Region Geithain Schlamm der Eschefelder Teiche wurde nicht auf Glyphosat untersucht
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11:00 22.01.2019
Der Schlamm aus dem Großteich wurde im vergangenen Jahr auf die umliegenden Felder gebracht. Quelle: Jens Paul Taubert
Frohburg

Rund 100.000 Tonnen Schlamm ließ der Landkreis Leipzig im vergangenen Jahr aus den Eschefelder Teichen holen und auf den umliegenden Feldern verteilen. Die Entschlammung sollte der Verlandung des Naturschutzgebietes entgegenwirken und dieses aufwerten. Kostenpunkt: drei Millionen Euro.

Umweltschützer hinterfragen die Verteilung des Schlamms

Das Geld kommt vom Land Sachsen, das die Eschefelder Teiche, ein durch jahrelangen Wassermangel stark in Mitleidenschaft gezogenes Schutzgebiet, 2016 an den Landkreises übergab. Jetzt melden sich Umweltschützer zu Wort, die die Verteilung des Schlamms kritisch hinterfragen.

Sie verweisen auf eine Studie der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im sächsischen Landtag. Der zufolge waren 2015/16 Glyphosat und sein Abbauprodukt AMPA in geringer Konzentration im Großteich nachgewiesen worden.

Der Großteich im Herbst 2015. Der Wassermangel ist unübersehbar. Quelle: Umweltinstitut Leipzig

Landratsamt sieht keinen Grund, den Schlamm zu untersuchen

Das Landratsamt wiegelt jedoch ab: „Bei der Ausbringung des Schlammes auf die Felder spielte der Aspekt Glyphosat keine Rolle“, teilt Brigitte Laux, Sprecherin der Kreisbehörde mit. „Die für die Ausbringung gesetzlich geforderten Untersuchungen sind durchgeführt worden“, heißt es weiter.

Untersucht habe man sowohl „die Hintergrundwerte der Böden, wo der Schlamm aufgebracht werden sollte, sowie den Schlamm selbst. „Für die Eschefelder Teiche gab es keine Anhaltspunkte für Glyphosatbelastungen. Also bestand auch kein konkreter Anhaltspunkt, um daraufhin zu untersuchen", erklärt die Behörde.

Von Ekkehard Schulreich

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