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Schlammsauger soll Teich am Geithainer Freibad auf Vordermann bringen

Oberfürstenteich Schlammsauger soll Teich am Geithainer Freibad auf Vordermann bringen

Dem Schlamm im Geithainer Oberfürstenteich mit herkömmlichen Mitteln beizukommen, ist gescheitert: Der Wasserspiegel lässt sich nicht weit genug absenken. Deshalb soll der Schlamm nun abgesaugt werden. Eine Methode, die kostengünstiger sein soll.

Der Oberfürstenteich in Geithain soll vom Schlamm befreit werden. Nun muss eine andere Technologie her.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Gescheitert ist der Versuch, den Oberfürstenteich in Geithain vom Schlamm zu befreien. Die gängige Technologie, den Teich abzulassen und den Schlamm zu entwässern, ehe er dann herausgebaggert werden kann, erwies sich in diesem Fall als nicht durchführbar. Die im Sommer 2014 beschlossene Maßnahme zur Hochwasserschadensbeseitigung wurde gestoppt.

Jetzt favorisiert die Stadt statt dessen ein echolot-gesteuertes Unterwasser-Saugsystem, um den Schlamm doch noch aus dem Teich zu holen. Der Stadtrat gab seine Zustimmung zu dieser Variante – die, sagte Kerstin Jeserski von der Bauverwaltung, zudem den Charme habe, deutlich preiswerter zu sein.

„Der Teichboden ist zu instabil, um Technik in den Teich zu schicken“, begründete Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) den Kurswechsel. Im Oktober 2014 habe man begonnen, den Teich abzulassen, doch im März des Folgejahres habe man keinen wirklichen Effekt feststellen können: „Auf Grund von sehr starkem Schichtenwasser und Grundwasser mit Zuflussrichtung Oberfürstenteich ist keine ausreichende Entwässerung des Schlammes möglich.“

Der Spiegel habe lediglich 20 Zentimeter unter der Oberkante des Schlamms gelegen – den Teich zu befahren, um den Schlamm herauszuholen, habe man deshalb verwerfen müssen. Zum Erfolg führen soll jetzt ein System, das gleichmäßig und flächig den Schlamm aufsaugt, ans Ufer bringt und von dort via Druckleitung und Pumpstation auf ein Spülfeld leitet.

Besagtes Spülfeld ist ein Erdbecken, in dem sich der Schlamm absetzen soll. Das dabei anfallende Überschuss-Wasser fließt in die Eula. Der Schlamm, wenn er trocken genug ist, wird deponiert. Für dieses Verfahren habe die Stadt bereits die Zustimmung der Fachämter des Landkreises eingeholt, so Rudolph, ebenso die des Grundstückseigentümers des Spülfeldes.

Für Jesierski hat die neue Methode zwei Vorteile: Der Teich unmittelbar neben dem Freibad muss nicht erneut abgelassen werden. Die Kosten werden erheblich unter der bisher veranschlagten eine Million Euro liegen. „Das ist unser erklärtes Ziel. Was es am Ende kostet, hängt davon ab, wie viel Schlamm entsorgt werden muss.“ Sie Stadt selbst spart allerdings nichts: Das Gesamtvorhaben wird durch den Freistaat über ein Sonderprogramm finanziert.

Von Ekkehard Schulreich

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