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Schnelles Internet in Frohburg: Für einige Ortsteile tut sich was

Breitband-Versorgung Schnelles Internet in Frohburg: Für einige Ortsteile tut sich was

In die Bemühungen der Stadt Frohburg für schnelles Internet vor allem in den Ortsteilen kommt Bewegung. Ein Anbieter will bis Ende 2017 in Tautenhain, Flößberg, Frankenhain, Frauendorf, Roda und Teilen von Ottenhain eine Mindestübertragungsrate von 50 Mbit pro Sekunde erreichen. Offen ist, wie es in den übrigen Bereichen weitergehen soll.

Blick auf Frankenhain – in dem Frohburger Ortsteil soll es bis spätestens Ende 2017 schnelleres Internet geben.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. Die Bemühungen der Stadt Frohburg, die Breitband-Versorgung in der Stadt und vor allem in den Ortsteilen zu verbessern, veranlassen Unternehmen der Branche offenbar zum Handeln. Der in Saarlouis ansässige Anbieter Inexio, der sich auf die Vektoringliste der Bundesnetzagentur eintragen ließ, wolle „bis spätestens Ende 2017“ in Tautenhain, Flößberg, Frankenhain, Frauendorf, Roda und Teilen von Ottenhain eine Mindestübertragungsrate von 50 Mbit pro Sekunde erreichen. Das sagte der Frohburger Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Das Unternehmen wolle dafür vorhandene Kabelverteiler nutzen und neue errichten. Es verlege – ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel – Glasfaserkabel bis an diese Verzweiger heran. Von dort aus werde er die in den meisten Ortsteilen vorhandenen Kupferkabel nutzen, um die Grundstücke zu erreichen.

Hiensch erwartet in den genannten Ortsteilen „deutliche Verbesserungen in der Übertragungsgeschwindigkeit“. Allerdings sei die in gewissem Maß von der Entfernung des Grundstücks zum Verteiler abhängig. Künftig sei die Kommune für die Bürger hier ebenso wenig Ansprechpartner hinsichtlich schneller Internetverbindungen, sondern die jeweiligen Anbieter selbst. „Es obliegt aber dem Grundstückseigentümer oder Bürger, selbst zu entscheiden, ob er über Kabel oder über Funk mit schnellem Internet verbunden sein will“, so der Bürgermeister. Ein Kriterium dafür seien sicherlich nicht zuletzt die laufenden Kosten. Für die Stadt sei entscheidend, dass sie in diesen Ortsteilen kein Geld einplanen müsse, um etwa Leerrohre für eine spätere Erschließung durch ein privates Unternehmen der Branche zu verlegen. Inexio habe angekündigt, in den nächsten Wochen eigenständig Informationsveranstaltungen für die Bürger durchführen zu wollen.

Offen ist es, wie es in den übrigen Bereichen des Stadtgebietes weitergehen soll. „Hier müssen die Anbieter ergänzende Unterlagen und Informationen nachliefern“, sagte Hiensch. Es gebe für jene Gebiete, für die Inexio keine Investitionsgarantien abgegeben habe, Erklärungen mehrerer Unternehmen, binnen der nächsten drei Jahre – spätestens bis Ende 2019 – aktiv zu werden. Sie wollten aus eigenen Mitteln leistungsfähige Netze aufbauen, die eine Übertragungsrate von mindestens 50Mbit/s ermöglichten. Auch sie bevorzugten das Vectoring-Verfahren, das Kupferkabel befähigt, eine vielfach höhere Datenmenge als üblich zu übertragen. Die Stadt habe die Bieter aufgefordert, ihre Pläne bis Ende November zu konkretisieren, so Hiensch: „Unser Ziel ist es, unter Nutzung der Konkurrenzsituation auch hier Verbesserungen noch vor Ende 2019 zu erreichen.“

Für Teile der Kernstadt habe die Telekom in Aussicht gestellt, unter Nutzung ihrer Ortsvermittlungsstelle in der August-Bebel-Straße Verbesserungen zu erreichen. Zudem habe der Kabelfernseh-Anbieter darüber informiert, voraussichtlich bis Anfang kommenden Jahres in Teilgebieten der Stadt via Fernsehkabel deutlich höhere Breitband-Übertragungsgeschwindigkeiten anzubieten – „als Alternative für jene, denen die derzeit von der Telekom angebotenen 16 Mbit/s nicht ausreichen“. Die Stadt hatte vor Monaten ein Markterkundungsverfahren gestartet, um den Ausbau der Breitband-Versorgung endlich voranzubringen. Sie reagiert damit auf immer drängendere Forderungen der ortsansässigen Wirtschaft und der Bürger nach zeitgemäßen Internetzugängen.

Von Ekkehard Schulreich

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