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Geithain Schotten-Spiele: Kräftige Kerle konkurrieren in Benndorf im Kilt
Region Geithain Schotten-Spiele: Kräftige Kerle konkurrieren in Benndorf im Kilt
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15:17 09.10.2016
Kraft, Technik und Eleganz im Kilt vereinigt Felix Lindner. Quelle: Gislinde Redepenning
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Frohburg/Benndorf

Zu einem Kräftemessen der besonderen Art hatte am Sonnabend der Highland-Sportclub (HSC) Frohburg auf den Sportplatz nach Benndorf eingeladen. Wo früher der VSM Benndorf kickte, wurden Baumstämme und mächtige Gewichte geschleudert. Am HSC-Domizil war Treffpunkt kräftiger Kerle, die ihre Muskeln spielen ließen.

Die Highland Games sind ihr Hobby. Sie stammen aus der Zeit der keltischen Könige in Schottland und wurden ausgetragen, um die stärksten und schnellsten Männer zu ermitteln. „Fußball kann ja jeder“, sagen die Hünen, die es in Benndorf gemütlich angehen lassen. „Wir wissen ja, wie im Fußball die Gegner empfangen werden, bei uns ist das anders. Bei uns werden die Konkurrenten herzlich begrüßt.“ Neben dem sportlichen Wettstreit spielt das freundschaftliche Miteinander eine Rolle, wie in einer großen Familie.

Das regnerische Wetter macht ihnen gar nichts aus. „Das ist der schottische Sonnenschein“, lachen sie, während sie die schweren Geräte aus dem Schuppen hieven und die Zuschauer frösteln. Der schottische Hammer wiegt rund 7,5 Kilo, die Kugel ist nicht wie in der Leichtathletik an einem Stahldraht, sondern an einem starren Stiel befestigt. Die Baumstämme, die sich nach dem Wurf überschlagen müssen, sind bis knapp drei, bei anderen Wettkämpfen auch bis zu fünf Meter lang.

Eine mächtig schwere Steinkugel wird zu einem Baustamm gerollt, auf den muss man sie hieven. Für Laien kaum zu glauben: Selbst beim Hochwerfen der Gewichte, mit Schwung rückwärts über den Kopf, ist noch nichts passiert. „Es hat noch keiner geschafft, sich das Ding auf den Kopf oder die Schulter fallen zu lassen“, betonen die Recken. Allenfalls beim Steinheben, das die durchtrainierten Kämpfer perfekt beherrschen, verletzen sich gelegentlich wagemutige Anfänger.

Rohe Gewalt spiele keine Rolle, berichten die imposanten Erscheinungen. „Man darf die Kleinen und Schmächtigen nicht unterschätzen, es kommt auch auf die Technik an“, weiß Karsten Benndorf von den Kleinpösnaer Dudelsäcken.

Jörg Remde von den Mühlsteinen Löberschütz bei Jena wird sicher selten verkannt. Der Zwei-Meter-Mann bringt 150 Kilo auf die Wage. „85 plus, viel mehr kann es nicht sein“, ulkt er. „Mein Gymnastikball ist bis 85 Kilo zugelassen und noch nicht geplatzt.“ Am 22. Oktober gehört er mit seinen Mannen selber zu den Gastgebern. „Wir haben bereits 25 Anmeldungen, darunter fünf Frauen und Andreas Deuschle aus Nürtingen, mehrfacher Deutscher Meister und Rekordhalter.“ Dem wolle man natürlich Paroli bieten. Richtig aktiv und bei Wettkämpfen in der näheren und weiteren Umgebung vertreten sind beim HSC nur noch wenige. Stefan Bräuning und Felix Lindner, zweiter Vorsitzender des Vereins, kürzlich beim größten schottischen Event in Deutschland, den Highland Games in Trebsen, ganz weit vorne, gehören dazu.

Im Aufwind befindet sich das HSC-Dartsteam, das in der Liga Sachsen-Thüringens für nicht verbandsgebundene Spieler ganz weit vorne mitmischt. „Neue Mitglieder sind herzlich willkommen“, wirbt Kassenwart Torsten Hoffmann. „Wir trainieren jeden Freitag ab 18 Uhr.“

Von Gislinde Redepenning

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