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Geithain Schüler zeigen Gästen ihre Pauli
Region Geithain Schüler zeigen Gästen ihre Pauli
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14:32 19.05.2015
Laura Harzendorf und Ester Jahn (v. r.), zwei Pauli-Absolventinnen, betrachten im Kunstkabinett Schülerarbeiten aus dem laufenden Schuljahr. Quelle: Jens Paul Taubert

Am ersten möglichen Tag der Schulanmeldung steuerte die Schule auch schon auf die "sichere Zweizügigkeit" zu, die Schulleiter Gunter Neuhaus für das nächste Schuljahr erwartet.

Der Stiftergeist war nicht nur zu spüren, er war auch zu sehen, in Gestalt von sechs Schülerinnen und Schülern, die in schwarzen Anzügen und Zylinder beziehungsweise historischen Kleidern als Paul Guenther und dessen Frau Olga Gäste des Tages der offenen Tür durch das Haus führten. Die Kleider hatte Sophie Thalmann von ihren Großeltern besorgt. Für die junge Frau aus Bad Lausick war es der erste Tag der offenen Tür, seit sie im August ihren Dienst als Lehrerin an der Paul-Guenther-Schule angetreten hatte. "Die Schule hat Charakter, hier ist Seele drin", zeigte sie sich angetan von ihrer Wirkungsstätte. Und hatte bei der Gelegenheit ihren Großvater Reinhold Kalus gleich mitgebracht. Der war bis 1952 Schüler dieser Schule und stattete ihr jetzt zum ersten Mal wieder einen Besuch ab.

Für Holger Quendt war es nicht der erste Tag der offenen Tür, aber der erste als vor einem guten Monat neu gewählter Vorsitzender des Schulfördervereins, dem er seit 2009 angehört. Quendt hat selbst keine Kinder an der Schule, ihm geht es bei seinem Engagement "um den Erhalt des Erbes von Paul Guenther". Mit ihm beteiligten sich weitere sieben Mitglieder des achtzigköpfigen Vereins am Tag der offenen Tür.

Als dessen Hauptakteure viele Schüler selbst in Erscheinung traten. Sie begleiteten nicht nur die Besucher durchs weiträumige Haus, sie verkauften auf dem Hof und am Kiosk der Schülerfirma Pauli@work Würstchen, Getränke und Süßigkeiten, sie betrieben das Schülercafé und sie stellten ihre schulische und außerunterrichtliche Arbeit selbst vor. Und natürlich präsentierten Schüler das Kulturprogramm in der Turnhalle. Nahezu ununterbrochen zeigten sie in zwei Durchgängen Auszüge aus dem neuen Schülermusical "Grease", stellte sich der Deutschkurs der Klasse fünf mit einer Sagen-Aufführung vor, sangen der Grundschul- und der Spatzenchor und spielte Niklas Schapke aus der zehnten Klasse für die Gäste auf dem Saxophon.

Die Besucher, darunter neben zahlreichen jüngeren und älteren Ehemaligen viele Eltern, die für ihre Kinder die passende weiterführende Schule aussuchen, konnten sich überall im Schulhaus umsehen. Darunter auch im neu gestalteten Physik- und Naturwissenschaftskabinett. Schulleiter Neuhaus selbst hatte sich darum gekümmert, dass die Schule aus der geschlossenen Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums in Espenhain Möbel übernehmen konnte. Das Kabinett erhielt auch einen neuen Fußboden, der Hausmeister malerte die Wände, auf diese Weise entstand eines der modernsten Fachkabinette der Schule. In dem künftigen Fünftklässlern am Sonnabend mit zahlreichen Experimenten Lust auf Physik gemacht wurde. Zum Beispiel mit einer im Wasserglas "verschwindenden" Büroklammer. Nicht nur Ben aus Hopfgarten, der mit Vater Thomas Weber den Tag der offenen Tür besuchte, staunte mit anderen Kindern außerdem über einen Lufballon, der auf einem Nagelbrett in einer Kiste erst unter der Last von 16 Schulbüchern platzte. Ben und seine Eltern haben schon entschieden: "Er will an diese Schule", sagte sein Vater, die Begründung lieferte der Sohn selbst: "Weil hier alle meine Freunde hingehen."

Familie Weber war nicht die Einzige, bei der die Entscheidung für die Schule schon gefallen war. Schulsekretärin Daniela Schneider-Held hatte am Sonnabend schon nach zwei Stunden mehr als dreißig Anmeldungen für die neuen fünften Klassen an der Paul-Guenther-Schule entgegengenommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.03.2014
André Neumann

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