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Schülerverkehr nach Frohburg bleibt Knackpunkt

Schülerverkehr nach Frohburg bleibt Knackpunkt

Die Chance, dass künftig Mädchen und Jungen aus der Grundschule Frankenhain oder Ortsteilen der ehemaligen Gemeinde Eulatal an die Mittelschule Frohburg wechseln, bleibt gering, wenn der Schulbus- oder Personennahverkehr nicht besser wird.

Frohburg. Das macht auch ein Offener Brief der Elternsprecher der Frankenhainer Schule an Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch deutlich. Doch im Moment sieht es nicht nach Verbesserungen aus, lassen Informationen aus dem Landratsamt schlussfolgern.

Mit einiger Verwunderung und Unverständnis nahmen die Elternsprecher der Grundschule Hans Coppi Frankenhain die jüngsten öffentlichen Äußerungen des Frohburger Stadtoberhaupts zur Kenntnis, ließen sie Wolfgang Hiensch (56, BuW) in einem Offenen Brief wissen, der dieser Zeitung vorliegt. Denn weder wäre Vertretern der Mittelschule Frohburg der Zutritt in die Frankenhainer Grundschule sowie die Zusammenarbeit verwehrt noch von Frankenhainer Grundschullehrern Stimmung gegen die Frohburger Kollegen gemacht worden, heißt es darin. "Noch nie ist es in der Vergangenheit vorgekommen, dass Kinder und deren Eltern bedrängt wurden, sich doch in Geithain oder in Bad Lausick anzumelden, um Frohburg zu meiden. Lehrer geben grundsätzlich keine Empfehlungen. Sie weisen lediglich darauf hin, welche Schulen es in der näheren Umgebung gibt", so der Vorsitzende des Elternrats, Heiko Stets.

Ehe er den eigentlichen Knackpunkt benennt: Vielmehr zögen Eltern für ihre Entscheidung, welche weiterführende Schule ihr Kind besuche, die bestehenden Busverbindungen ins Kalkül. "Und wie Sie selber immer wieder feststellen, sind die aus Richtung Flößberg und Frankenhain nach Frohburg schlichtweg nicht oder nur sehr unzureichend vorhanden. Sie selber haben vor einigen Jahren vor Frankenhainer Eltern und Lehrern versprochen, sich dafür einzusetzen, dass diese Verbindungen durch den Landkreis ausgebaut werden. Bisher jedoch ohne vorweisbaren Erfolg", wird im Brief konstatiert.

Dass sich daran in Bälde etwas ändert - und wie von Frohburgs Bürgermeister erhofft, gar bis zum Beginn des nächsten Schuljahres -, geht allerdings aus den Antworten des Landratsamtes zur Problematik nicht hervor. "Das Busliniennetz außerhalb des Schülerverkehrs ist im Raum Frohburg, Bad Lausick und Geithain von den Verbindungen geprägt, die traditionell gewachsen sind. Auch wenn beispielsweise die Orte der ehemaligen Gemeinde Eulatal zur Stadt Frohburg gehören, so haben sich die Fahrgewohnheiten der Einwohner nur bedingt geändert. Dies zeigen die Fahrgastzahlen der ThüSac deutlich", lässt Ronny Schmidt aus dem Büro Kreistag des Landratsamtes auf Nachfrage dieser Zeitung wissen. Das Angebot von zusätzlichen Fahrten der Linie 279 ab 3. September 2012 belege dies. Die Auswertung der Verkehrszählung ergab, dass bei sechs von insgesamt elf durchgeführten Zählfahrten jeweils nur ein Fahrgast das zusätzliche Angebot nutzte. Ergo, so Schmidt: "Für das ländlich geprägte Gebiet Frohburg - Bad Lausick - Geithain ist es für den Landkreis Leipzig nicht möglich, ein über das heutige Maß hinaus erweitertes angebotsorientiertes Netz zu finanzieren."

In Zukunft werde der Landkreis gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und den Kommunen nach gangbaren Lösungen suchen, die einen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPVN) im Rahmen der Daseinsvorsorge sicherten.

Auch wenn die Schülerbeförderung eine Pflichtaufgabe des Landkreises sei und für die Eltern und Schüler die freie Schulwahl bestehe, könne nicht aus jedem Ortsteil eine ÖPNV-Verbindung zu jeder gewünschten Schule eingerichtet werden. "Auch hier ist festzuhalten, dass die Vorhaltung eines Linienverkehrs aus den verschiedenen Wohnorten zu allen Schulen nicht finanzierbar ist", heißt es aus dem Landratsamt.

So dürfte das Warten sowohl von Eltern wie auch der Stadt darauf, dass künftig auch Schüler aus den Ortsteilen dieses Gebietes ab der 5. Klasse die Bänke der Mittelschule Frohburg füllen, andauern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2013

Lang, Thomas

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