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Schwarzen Peter weist Kohren-Sahlis zurück: Straßenbau muss endlich kommen

Bauvorhaben Schwarzen Peter weist Kohren-Sahlis zurück: Straßenbau muss endlich kommen

Es hätte so schön sein können: Kurz vor der Eingemeindung der Stadt Kohren-Sahlis nach Frohburg hätte die Frohburger Straße den dringend nötigen Gehweg bekommen. Im letzten Augenblick scheiterte das an der fehlenden Förderung. Dieser Grund gilt aber nicht bei anderen aufgeschobenen Vorhaben des Landkreises.

Blick auf Burg Gnandstein. Die Straße im Ort wird nun lediglich im Bestand ausgebaut.

Quelle: C. Ruf

Kohren-Sahlis/Gnandstein. Auf einen grundhaften Ausbau der Kreisstraße in Gnandstein westlich der Wyhrabrücke verzichtet der Landkreis. „Nachdem sich in Gnandstein letztendlich auch der Bürgermeister gegen den geplanten grundhaften Straßenausbau einschließlich Fußweg entschied, wird der Landkreis die Straße im Bestand ausbauen“, bestätigt Konstanze Morgenroth, stellvertretende Pressesprecherin, der LVZ. Die vorliegende Planung werde derzeit entsprechend überarbeitet, das Planungsbüro führe momentan das für die Straßensanierung notwendige Beteiligungsverfahren durch. Zudem stimme man sich mit der Stadt und dem Abwasserzweckverband Wyhratal (AZV) ab. Wann der Ausbau erfolge, ließ Morgenroth offen. Das hänge von der Bereitstellung der Fördermittel ab. Um die kümmere man sich, wenn die Planungen vorlägen.

Nicht nur der Bürgermeister, sondern unisono der Stadtrat von Kohren-Sahlis und vor allem die Gnandsteiner Einwohner hatten den ursprünglich geplanten grundhaften Ausbau abgelehnt und sogar Unterschriften dagegen gesammelt. Die Pläne sahen eine erhebliche Verbreiterung der Trasse im historischen Dorfkern, eine Aufweitung der Kurve samt Stützmauer am Kirchberg vor. Das hätte, so die Kritiker, nicht nur das Ortsbild verschandelt, sondern die Verkehrssicherheit eher geschmälert denn erhöht. Der grundhafte Ausbau sollte dem vom AZV durchgeführten Kanalbau unmittelbar folgen und so Kosten einsparen helfen. Da dies nicht geschah, ließ der Verband die Fahrbahn provisorisch schließen. Der Ausbau sei unverzichtbar, machte die Gnandsteiner Ortsvorsteherin Isabel Heinker auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates deutlich.

Dass dieses Provisorium nicht Jahre halte, verstehe sich von selbst, sagt Bürgermeister Siegmund Mohaupt (CDU): „Maximal noch dieses Jahr, dann muss der Kreis was tun.“ Ohnehin komme sich Kohren-Sahlis ein bisschen veralbert vor, seit der Ausbau der Frohburger Straße vor wenigen Tagen nach der Vergabe der Bauleistungen noch platzte (die LVZ berichtete). Die Stadt habe trotz bekanntermaßen klammer Kasse die Eigenmittel dafür bereit gehalten. Der Kreis könne jetzt nicht argumentieren, der Ausbau der Problemstraße Nummer drei, der Schulstraße, scheitere nicht zuletzt am fehlenden Anteil der Stadt. Für den grundhaften Ausbau der Schulstraße liegt die vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr geprüfte Planung seit 2012 vor. Schon im Finanzplan des Landkreises von 2014 war er eingeordnet, sollte 2015 realisiert werden. „Da der Ausbau Geh- und Radweg sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung innerorts vorsieht, ist durch die Stadt Kohren-Sahlis ein entsprechender Eigenmittelanteil bereitzustellen. Die Planung wurde bisher nicht weiter geführt, da durch die Stadt Kohren eine Verschiebung der Maßnahme um zwei Jahre erbeten wurde“, so die Kreisbehörde.

Den schwarzen Peter lasse er sich nicht zuschieben, so Mohaupt: „Wir müssen unsere Eigenmittel konzentrieren, und das haben wir in Abstimmung mit dem Kommunalamt des Landkreises getan.“ Nicht nachvollziehbar sei, dass vorerst keine der drei Baustellen vorankomme: Schulstraße, Frohburger Straße, Gnandstein. Die Frage müsse erlaubt sein, was Kohren-Sahlis für die rund 600 000 Euro erhalte, die die Stadt jährlich als Kreisumlage zahle: „Da darf ich doch verlangen, dass sich nun endlich etwas tut.“

Von Ekkehard Schulreich

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