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Geithain Schwungvoller Heimatverein
Region Geithain Schwungvoller Heimatverein
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15:25 19.05.2015
Dieses Dreigestirn sorgt maßgeblich für Leben im Heimatverein Nenkersdorf-Schönau: Helgard Schulze, Annelies Görner und Beate Gesell (v. l.). Quelle: Jens Paul Taubert

"Heute haben wir den Heimatverein Nenkersdorf-Schönau aus der Taufe gehoben" ist in seinem Tagebuch unter dem 27. Oktober 1993 notiert. Theo Heil muss es wissen, gehörte er doch zu den Gründungsmitgliedern. Wie beispielsweise auch Wolfgang Zschalisch, Gisela Stelzner oder der damals zum Vorsitzenden gewählte Steffen Kohl. Doch so richtig in Fahrt kam der damalige Verein, der sich zum Ziel gestellt hatte, dass die Nenkersdorfer und Schönauer wieder mehr in Gemeinschaft unternehmen, nicht. "Er vegetierte eher etwas dahin, würde ich es beschreiben", so Heil. So wurde im November 1996 ein neuer Versuch unternommen, für mehr Schwung zu sorgen. Martina Spangler aus Schönau übernahm den Vorsitz; in einem Beirat arbeiteten Gisela Stelzner, Andreas Mertin und Theo Heil mit. Nach dem Ableben der Vorsitzenden übernahm Gisela Stelzner das Zepter, wurde Annelies Görner Stellvertreterin. Von da an kam Leben in die Sache.

Zählte 2003 der Verein 22 Mitglieder, so hat sich diese Zahl bis heute mehr als verdoppelt. Am einstigen Ziel, in jedem Monat mit einer Veranstaltung aufzuwarten, wird dabei nicht gerüttelt. Görner, die 2003 den Vorsitz übernahm, und das ihr zur Seite stehende Vorstandsteam, bestehend aus Beate Gesell und Helgard Schulz, lassen da keine Luft ran. Ob es nun zu Ausfahrten in die Umgebung oder gar zu Tagesfahrten geht, ob es interessante Vorträge oder Lichtbildervorträge sind, man an Erntedank- oder Schlachtfesten teilnimmt, ob Sommer-, Herbst- und Weihnachtsfeiern locken, zu Exkursionen verschiedenster Art aufgebrochen oder Faschingsveranstaltungen besucht werden. "Klar macht das eine Menge Arbeit, muss man sich auch immer wieder etwas Neues einfallen lassen. Und ich muss auch sagen: Allein hätte ich das nie zustande bringen können. Das ist eine Teamarbeit", gibt sich Görner, seit 1997 mit ihrem Mann Siegbert in Nenkersdorf wohnend, bescheiden.

Da müssen Einladungen geschrieben und verteilt, Termine koordiniert, Fahrtmöglichkeiten organisiert werden. Zum Dorffest übernimmt der Verein traditionell die Kassierung, räumt das Zelt mit ein und hinterher dort auf. Zudem werden alle Bürger der Ortsteile Nenkersdorf und Schönau ab dem 80. Lebensjahr zu ihrem Geburtstag jeweils mit einem persönlichen Glückwunsch und einer Rose erfreut. Krankenbesuche bei Mitgliedern oder Stippvisiten in Pflegeheimen sowie Wohnungen kommen dazu. Doch wenn die Vereinsmitglieder die Organisatoren nach jeder Veranstaltung mit Lob und Dankesworten überschüttet werden, stachelt die das an, weiterzumachen.

Inzwischen ist das Ehrenmitglied Ilse Strobel - die gebürtige Nenkersdorferin wohnt jetzt in Regis-Breitingen - stolze 98 Lenze alt. Auch Wally Lässig und das Gründungsmitglied Theo Heil zählen inzwischen 91 beziehungsweise 84 Lenze. "Doch so lange wir beide gesundheitlich in der Lage sind, werden wir keinen Termin im Vereinsleben verpassen. Es ist uns einfach ein Bedürfnis und jedes Mal eine Freude", versichern die Letztgenannten. Das Jubiläum groß zu feiern, lässt die Kassenlage nicht zu. "Aber zur Weihnachtsfeier werden wir alle darauf anstoßen", wirft Görner einen Blick voraus. Sie, inzwischen selbst schon 75, wünschte sich natürlich, dass sich bald mal Jüngere fänden, um den Vorstand abzulösen. Doch dass das Dreigespann mal nicht mehr so aktiv sein könnte, daran kann in den beiden Frohburger Ortsteilen keiner so richtig glauben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.10.2013
Thomas Lang

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