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Seit 135 Jahren in Bereitschaft: Geithainer Feuerwehr feiert Jubiläum

Festakt am 24. Oktober Seit 135 Jahren in Bereitschaft: Geithainer Feuerwehr feiert Jubiläum

So groß wie vor zehn Jahren ihr 125-Jähriges feiert die Freiwillige Feuerwehr das Jubiläum 2015 nicht. Doch über das 135-jährige Bestehen einfach hinweg gehen will weder die Wehrleitung um Jens Krznaric noch die Stadt. Deshalb sind die Kameradinnen und Kameraden samt Partnern am 24. Oktober in das Bürgerhaus zu einem kleinen Festakt eingeladen.

Die Freiwillige Feuerwehr in Geithain feiert am 24. Oktober ihr 135-jähriges Bestehen.

Quelle: Archiv

Geithain. Für den Wehrleiter ist das ein würdiger Rahmen, "allen unseren Ehrenamtlichen herzlich danke zu sagen". Denn sich auf diese intensive Weise für das Allgemeinwohl zu engagieren, koste Zeit und Kraft und verdiene deshalb Respekt und öffentliche Anerkennung. Es sei deshalb ein Zeichen der Wertschätzung, dass Geithains neuer Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) an diesem Abend die Festrede halte.

56 Frauen und Männer zählt die Geithainer Feuerwehr, 38 von ihnen bilden als aktive Truppe das Rückgrat bei den Einsätzen. Im Hintergrund wirkt eine 15-köpfige Altersabteilung. Die Jugendwehr, die Steffen Pechstein unter seinen Fittichen hat, zählt 17 Heranwachsende. "Wir haben in diesem Jahr fünf 16-, 17-Jährige übernommen. Sie nehmen an den laufenden Diensten teil und beginnen im nächsten Jahr mit ihrer Grundausbildung", sagt Jens Krznaric. Das zeige den Stellenwert der Nachwuchs-Arbeit für die Wehr, auch wenn aufgrund von Berufsausbildung und Familie noch nicht absehbar sei, wer von ihnen dauerhaft die Geithainer Einsatzkräfte werde verstärken können.

Personelle Fragen stehen für die Geithainer - und darin unterscheiden sie sich kaum von anderen Wehren in der Region - obenan. "Von unseren aktiven Kameraden arbeiten die wenigsten in Geithain. Das ist bei der Gewährleistung der Tageseinsatzbereitschaft schon ein Problem", sagt Jens Krznaric, der das Amt des Wehrleiters 1996 von seinem Vater Horst übernahm (der es 24 Jahre inne hatte). Glücklicherweise seien drei Kameraden beim Bauhof beschäftigt und deshalb erreichbar. Zudem gebe es zwei Doppel-Mitgliedschaften: Ein Prießnitzer und ein Döhlener leisteten nicht nur in ihren Heimatwehren Dienst; sie rückten im Alarmfall auch mit den Geithainer aus. Und wenn das alles nicht genügt, helfen Nachbar-Wehren mit Personal und Technik aus: "Wir halten das ebenso. Das hat sich eingespielt."

25 Einsätze fuhren die Geithainer in diesem Jahr. Größte Herausforderung: das Feuer in den Holzwerken Ladenburger. Seit zwei Jahren obliegt den Geithainern, zu Einsätzen auf die Autobahn 72 auszurücken. Gemeinsam mit Frohburg betreuen sie die Richtungsfahrbahnen zwischen den Anschlussstellen Geithain - Borna-Süd und Geithain - Rochlitz. Ein Aufwand, der sich bisher in Grenzen hält. In den zurückliegenden Jahrzehnten seit der Gründung der Wehr 1880 war die uneigennützige Hilfe der Kameraden immer wieder gefragt. Mehrere Großbrände in der Stadt seien es gewesen, die Ende des 19. Jahrhunderts den Aufbau eines professionellen Brandschutzes auf ehrenamtlicher Basis unverzichtbar gemacht habe, sagt Krznaric.

Wird die Freiwillige Feuerwehr alarmiert, bedeutet das für jene, die gerade auf Arbeit sind, ihre Tätigkeit zu unterbrechen. "Die Akzeptanz bei den Unternehmen ist momentan gut, aber wir dürfen diese Bereitschaft nicht überstrapazieren", sagt Krznaric: Im Brandfall zu helfen oder bei einem schweren Verkehrsunfall, das akzeptiere jeder. Anders aber sei es bei der aufwendigen Beseitigung einer Ölspur; das dürfe nicht Sache der Ehrenamtlichen sein.

Kaum Wünsche offen hat die Wehr, was die Ausstattung betrifft. Im Depot stehen neben der Drehleiter ein Löschfahrzeug, ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug und seit dem Sommer ein Einsatzleitwagen, Letzterer vor allem gedacht für den Funktrupp Süd, den die Geithainer im Katastrophenfall für den Landkreis stellen. Ein Mannschaftstransporter, Baujahr 1994, wird im kommenden Jahr durch einen neuen ersetzt. "Weitergehen muss die Sanierung unseres Gerätehauses", sagt der Wehrleiter. 1978 errichtet und 1999/2000 teilsaniert und erweitert, braucht es ein dichtes Dach und eine neue Fassade. Doch Fördermittel zu beschaffen erweist sich als kompliziert, weil sich im selben Haus Wohnungen befinden.

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