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Geithain Signale auf Grün für Baustart an der Stützwand
Region Geithain Signale auf Grün für Baustart an der Stützwand
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14:14 19.05.2015
Risse in der Stützmauer: Wegen Einsturzgefahr mussten die Bewohner der anliegenden Straße aus ihren Häusern. Quelle: Jens Paul Taubert

Weil diese nicht standsicher ist und die unterhalb der Mauer liegenden Reihenhäuser abzurutschen drohten, hatte das Bauordnungsamt des Landkreises die Nutzung der Gebäude, wie berichtet, untersagt. Das ist nun schon fast vier Jahre her. Am 18. Februar 2011 mussten die Bewohner von sechs Grundstücken ihre Häuser verlassen, sie leben seitdem in Ausweichquartieren. Die Bergstraße, in der diese Häuser liegen, hat später den neuen Namen "Am Strieglerberg" erhalten, um Dopplungen nach der Eingemeindung Eulatals zu vermeiden.

Vor den Gerichten läuft die Auseinandersetzung mit der Drösel Wohnbau GmbH, die sowohl die Reihenhäuser als auch die Stützwand errichtet hat. Mit Unterstützung eines Leipziger Anwaltsbüros haben die Betroffenen im Juni durch das Oberlandesgericht Dresden die Bestätigung erhalten, dass die Firma 280 000 Euro als vorläufigen Vorschuss zur Beseitigung der Mängel an der Stützwand zahlen muss. Eine Revision gegen dieses Urteil ließ das Gericht nicht zu.Dagegen hat das Unternehmen eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingereicht. Die Entscheidung darüber wird in Karlsruhe allerdings voraussichtlich erst im kommenden Jahr fallen (die LVZ berichtete).

Die Stadtverwaltung Frohburg und der Landkreis seien indessen nicht untätig gewesen, betonte Laux gestern. Sie "konnten das Unternehmen dazu bewegen, einen Bauantrag zur Sicherung der Stützwand einzureichen", erklärte die Kreissprecherin. Die Baugenehmigung liegt seit dem 23. Januar 2013 vor. Laux: "Als Bauherr sprang zunächst die Stadtverwaltung ein, diese stellte auch das Baugrundstück unterhalb der Stützwand zur Verfügung." Seit gestern liegt auch die Anzeige des Bauherrenwechsels an die Drösel Wohnbau GmbH im Bauordnungsamt des Landkreises vor, informierte Karin Wagner, die Amtsleiterin des Bauaufsichtsamtes.

"Nun muss nur noch das Wetter mitspielen", erklärte die Kreissprecherin gestern. Ein Baubeginn sei zwar noch nicht angezeigt worden, aber "die Ampeln stehen auf Grün". Mittlerweile sei beispielsweise die Baustraße realisiert worden, die Drösel Wohnbau GmbH habe auch Fachunternehmen beauftragt. Derzeit würden die letzten technische Nachweise erbracht.

So hoffnungsvoll diese Signale für die Hauseigentümer am Strieglerberg auch sind, die Kreissprecherin dämpfte Erwartungen auf einen schnellen Abschluss der bevorstehenden Arbeiten an der Stützmauer. "Bei der Maßnahme handelt es sich nicht um einen Routine-Auftrag, sie stellt aufgrund der statischen Problematik eine besondere Herausforderung für die Baufirma dar", betonte Brigitte Laux.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.10.2014
Inge Engelhardt

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