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Geithain Sonne über den Oldtimern beim ersten Lauf zur Sachsenmeisterschaft
Region Geithain Sonne über den Oldtimern beim ersten Lauf zur Sachsenmeisterschaft
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11:31 15.05.2011
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Kohren-Sahlis

„Schöne Strecke, gut organisiert. An den Kontrollstellen mussten wir kaum warten." Das Urteil von Jens Hübner, der mit Sohn Jonas sich in einen türkisfarbnen Trabant 600 (Baujahr 1964) zwängte, war eindeutig: Kompliment an den Verein der Kohrenen Oldtimerfreunde, die den ersten von sechs Meisterschaftsläufen ausrichteten. Für Hübner vom Oldtimer-Club Rochlitz ist die Teilnahme ein Muss. Nicht anders geht es Manfred Weißflog. Der Großdeubener hatte kurzerhand die ganze Familie in seine Limousine gepackt; Platz bietet der Wolga, Baujahr 1977, jede Menge. „Wir sind in Kohren immer dabei", meinte der Karrosseriefachmann, der schon zu DDR-Zeiten in einem Wolga über die Pisten schwebte, einem ausgemusterten Taxi, das er wieder hergerichtet hatte.

Ordentlich Wind um die Nase wehen ließen sich Horst Bräuer und sein Begleiter. Der offene Swift von anno 1914 war das älteste Fahrzeug der Meisterschaft. Glücklicherweise kam es bei der Wertung mitnichten auf die Geschwindigkeit an, sondern auf fahrerisches Geschick, denn, so der Leipziger: „Wenn ich eine 70 fahren will, da brauch ich dann schon die ganze Straßenbreite."

Augenmaß war gefragt auf dem Frohburger Markt, wo die Oldtimer-Mobilisten ein Tor passieren mussten, dass möglichst wenig Luft an allen Seiten ließ. In Geithain galt es, rückwärts in eine Parklücke zu stoßen und möglichst Parallelität herzustellen. Weitere Herausforderungen waren das möglichst dichte Heranfahren an ein Hindernis und das Aufspüren von drei Kontrollstellen, um die unverzichtbaren Stempel einzuheimsen. Die gute Beteiligung und die Zufriedenheit der Fahrer freute das Team um Lauf-Organisator Karsten Krüger. „Zum Glück haben wir eine Reihe von Leuten auch außerhalb des Vereins, die uns an solchen Tagen gerne unterstützen", sagte er.

„Ich bin jünger als das Auto", meinte Peter Plug, dessen nobler Ford Phaeton von 1928 viele Blicke auf sich zog. Der Markkleeberger nimmt mit dem Wagen regelmäßig an Wertungen teil, auch in Österreich und an der Adria: „Mit ihm habe sich sogar schon eine Alpentour absolviert." Einen von nur noch acht Wanderer-Cabriolet, Baujahr 1938, steuerte Martin Bärsch aus Leipzig. „Du brauchst mindestens 14 Gewerke, um so ein Auto zu restaurieren", sagte er. An Tagesfahrten beteiligt er sich gern, an seiner Frau als Co-Pilotin ist es dann, den richtigen Weg zu weisen.

Als Erster hatte am Sonnabend Wolfgang Grunewald mit seinem Mercedes 170 V, Baujahr 1940, den Kurs rund um das Kohrener Land bewältigt. Seit vier Jahrzehnten im MC Grimma aktiv, nimmt der Leipziger an Veranstaltungen wahr, was es im Umkreis von 100 Kilometern gibt. Vorgestern war er zufrieden, nur: „Die vielen Schlaglöcher!"

Ekkehard Schulreich

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