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Geithain Sozialarbeiter beraten Süchtige künftig im Jugendhaus von Geithain
Region Geithain Sozialarbeiter beraten Süchtige künftig im Jugendhaus von Geithain
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11:44 24.07.2017
Quelle: picture alliance / dpa
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Geithain

Voraussichtlich Mitte August bezieht die Suchtberatung in Geithain neue Räume. Die Außenstelle, die zum Gesundheitsamt des Landkreises gehört, ist künftig im ehemaligen Kinder- und Jugendhaus R 9 in der Straße Rosental erreichbar. Perspektivisch will hier auch der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes (ASD) seine Außen-Sprechstunde anbieten. Die Sprechstunde fand bisher im Arbeitsamtsgebäude im Neubaugebiet statt, das im Frühjahr allerdings geschlossen wurde und nun zum Verkauf steht.

Bis Ende Juli lässt die Stadt Geithain einen Teil des Erdgeschosses für diese neue Nutzung herrichten. „Der Fußboden des Foyers wird komplett erneuert. Trockenbauwände werden eingezogen, die Heizkörper ausgetauscht“, sagt Bürgermeister Frank Rudolph (UWG). Beide Behörden werden künftig den linken Teil des Hauses nutzen. Der rechte werde im Anschluss für die Kinder- und Jugendarbeit hergerichtet, allerdings nicht für einen regelmäßigen Betrieb, sondern für Veranstaltungen und Feiern. Hier sollen zwei Gruppenräume, eine kleine Küche und ein Sanitärbereich entstehen. „Ich denke, bis Jahresende sind wir damit fertig.“

Im Landratsamt ist man froh, um R 9 unterzukommen. „Die Suchtberatungsstelle in Geithain wird gut angenommen“, sagt Behördensprecherin Brigitte Laux. Die Beratungen für Betroffene und deren Angehörige würden weiterhin von einer Sozialpädagogin und einem Psychologen geführt. „Alle Gruppen treffen sich in den neuen Räumen zu den gewohnten Zeiten. Wir bieten wie bisher Hilfe und Unterstützung bei Problemen mit Alkohol, illegalen Drogen , Medikamenten, Glücksspiel, übermäßiger Mediennutzung und bei Essstörungen an.“ Sprechzeiten sind dienstags von 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr, mittwochs: 8 bis 12 und 13 bis 15 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr. Für den ASD seien die Planung noch nicht abgeschlossen, so Laux.

Bürgermeister Frank Rudolph hält ungeachtet der Kritik etwa von Seiten der Linke-Fraktion im Stadtrat an seinen Plänen fest, die offene Kinder- und Jugendarbeit, die bis zum vergangenen Jahr im R 9 angesiedelt war, künftig auf dem Gelände der Paul-Guenther-Schule zu konzentrieren. Darüber befinde man sich - im Einklang mit dem Jugendamt des Landkreises - weiter im Gespräch mit der Arbeiterwohlfahrt Leipziger Land. Die betreut nicht nur den dortigen Schulclub, sondern stellt auch den Schulsozialarbeiter. Rudolph geht davon aus, dass sich beide Angebote hervorragend ergänzten und dass eine längere Öffnungszeit des Treffs den Bedürfnissen der Heranwachsenden in der Stadt entspreche.

Von Ekkehard Schulreich

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