Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Spuren der Flut sollen verschwinden
Region Geithain Spuren der Flut sollen verschwinden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:48 19.05.2015
Tobias Dobs vom Unternehmen Teichmann gestern beim Entfernen des Putzes im Heizungsraum vom Sozialgebäude im Geithainer Stadion. Quelle: Jens Paul Taubert

Nun sind die Handwerker dabei, diese Schäden zu beheben.

In der Kindereinrichtung war das gesamte Kellergeschoss überflutet, seitdem ist dieser Bereich nur noch eingeschränkt nutzbar. Hier laufen zurzeit Rückbau und Freilegung, unter anderem wird alter Putz entfernt. Das diene der Vorbereitung einer Sanierung der Mauerwerks­teile, erklärt auf LVZ-Nachfrage Kerstin Jesierski, Bauchefin im Rathaus. Beschäftigt mit diesen Arbeiten sei die GTS aus Frankenhain. Auch alle Fußböden müssen erneuert werden.

Im Sozialgebäude des Stadions ist die Kesselanlage bereits außer Betrieb genommen und rückgebaut. Die Neuinstalation der Heizungsanlage soll laut Jesierski Ende August erfolgen, damit ist die Narsdorfer Firma Schapke beauftragt. Bis zur Neuinstallation des Kessels und damit der Warmwasseraufbereitung ist der Heizraum baulich herzurichten. Den Auftrag dafür hat der Stadtrat in seiner konstituierenden Sitzung an die Firma Bau Teichmann aus Narsdorf vergeben.

Ursprünglich hatte diese Vergabe bereits im Juni erfolgen sollen. Doch von den damals angefragten fünf Unternehmen gaben nur zwei jeweils ein Angebot ab. Diese seien so hoch gewesen, dass die Ausschreibung wieder aufgehoben wurde, erläuterte die Bauchefin im Stadtrat. Daraufhin habe die Verwaltung drei andere Firmen angefragt. "Die Summen sind auf alle Fälle günstiger, als bei der ersten Ausschreibung", informierte die Fachbereichsleiterin. Die Preise würden allerdings derzeit rund zehn Prozent über dem sonstigen Level liegen. "Dennoch bin ich optimistisch, dass wir die Vorhaben wie geplant durchführen können", so Jesierski.

Der Zuschlag an das Narsdorfer Unternehmen erfolgte für knapp 48 000 Euro brutto. Diese Summe erscheine sehr hoch, hakte Gabriele Sporbert (CDU) nach. "Wir sind bei der Ausschreibung vom schlimmsten Fall ausgegangen, damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt", erklärte Kerstin Jesierski. Das Sozialgebäude sei ein Altbau, Unterlagen wären nur teilweise vorhanden. Der Raum habe eine Grundfläche von 70 Quadratmetern und über drei Meter Raumhöhe. Unter dem Fußboden habe sich die Nässe gestaut, viel Boden müsse entnommen werden. Das habe alles per Hand zu erfolgen, weil keine Baumaschinen zum Einsatz kommen könnten. "Umbaumaßnahmen sind nicht vorgesehen, es geht nur um den Bestand", stellte die Bauchefin klar.

Für die Arbeiten an den beiden Gebäuden erhält die Kommune eine hundertprozentige Förderung. Frank Rudolph (UWG) regte an, darüber nachzudenken, ob man nicht Solarmodule aufs Dach setzen könnte. Geithain habe auf diesem Gebiet Nachholebedarf. Werde etwas neu gemacht, würden sich solche Ergänzungspunkte aus dem Haushalt der Stadt anbieten.

Bürgermeisterin Romy Bauer (parteilos) gab den Stadträten einen kurzen Überblick über den Stand der Vorhaben zur Beseitigung von Hochwasserschäden. Für neun von ihnen liegen die Förderbescheide im Rathaus vor, fertiggestellt ist bereits die Eula-Brücke zwischen Stadion und der Kleingartenanlage "Alte Heimat". Zum Bescheid für die neue Heizung im Kinder- und Jugendhaus hat das Rathaus Widerspruch eingelegt, weil die Frist zur Umsetzung zu kurz gewesen sei. Förderanträge für acht weitere Vorhaben seien gestellt, so Bauer. Am wichtigsten sei die Instandsetzung der Gewässerbetten, beispielsweise an der Eula in Wickershain. Weitere acht Anträge waren zum Zeitpunkt der Sitzung in Arbeit, beispielsweise für die Parkplätze an der Altenburger und der Colditzer Straße. Darüber hinaus müssten noch zehn Fördermittelanträge auf den Weg kommen, rundete die Stadtchefin das Bild ab.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2014
Inge Engelhardt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

"Montags denken wir immer schon an Freitag. Dann geht es wieder hierher auf den Campingplatz", erzählen Maike und Bernd Hempel. Das Ehepaar aus Ronneburg ist eines von vielen Dauercampern, die ihre Wochenenden auf dem Campingplatz "Landidyll" am Beuchaer Oberweg verbringen.

19.05.2015

Das Kneipp-Gütesiegel trägt jetzt die Bad Lausicker Kindertagesstätte "Waldfrieden": Beim Sommerfest übergab der Kneipp-Bund Wörishofen der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt Mulde/Collm das Zertifikat.

19.05.2015

Die gerichtliche Auseinandersetzung um die Reihenhaussiedlung in der Frohburger Bergstraße geht weiter. Dennoch gibt es Hoffnung für die Mieter und Eigentümer, die ihre Häuser vor über drei Jahren verlassen mussten, weil diese abzurutschen drohen.

19.05.2015
Anzeige