Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Spuren der Flut sollen verschwinden

Spuren der Flut sollen verschwinden

Besonders groß waren die Schäden durch das Hochwasser vom Vorjahr an zwei kommunalen Gebäuden in Geithain - an der Kindertagesstätte am Paul-Guenther-Platz und dem Sozialgebäude im Stadion (die LVZ berichtete mehrfach).

Voriger Artikel
Wochenendydill und Touristen-Station
Nächster Artikel
"Gewerbegebiet an der A 72 ist vorstellbar"

Tobias Dobs vom Unternehmen Teichmann gestern beim Entfernen des Putzes im Heizungsraum vom Sozialgebäude im Geithainer Stadion.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Nun sind die Handwerker dabei, diese Schäden zu beheben.

 

 

In der Kindereinrichtung war das gesamte Kellergeschoss überflutet, seitdem ist dieser Bereich nur noch eingeschränkt nutzbar. Hier laufen zurzeit Rückbau und Freilegung, unter anderem wird alter Putz entfernt. Das diene der Vorbereitung einer Sanierung der Mauerwerks­teile, erklärt auf LVZ-Nachfrage Kerstin Jesierski, Bauchefin im Rathaus. Beschäftigt mit diesen Arbeiten sei die GTS aus Frankenhain. Auch alle Fußböden müssen erneuert werden.

Im Sozialgebäude des Stadions ist die Kesselanlage bereits außer Betrieb genommen und rückgebaut. Die Neuinstalation der Heizungsanlage soll laut Jesierski Ende August erfolgen, damit ist die Narsdorfer Firma Schapke beauftragt. Bis zur Neuinstallation des Kessels und damit der Warmwasseraufbereitung ist der Heizraum baulich herzurichten. Den Auftrag dafür hat der Stadtrat in seiner konstituierenden Sitzung an die Firma Bau Teichmann aus Narsdorf vergeben.

 

 

Ursprünglich hatte diese Vergabe bereits im Juni erfolgen sollen. Doch von den damals angefragten fünf Unternehmen gaben nur zwei jeweils ein Angebot ab. Diese seien so hoch gewesen, dass die Ausschreibung wieder aufgehoben wurde, erläuterte die Bauchefin im Stadtrat. Daraufhin habe die Verwaltung drei andere Firmen angefragt. "Die Summen sind auf alle Fälle günstiger, als bei der ersten Ausschreibung", informierte die Fachbereichsleiterin. Die Preise würden allerdings derzeit rund zehn Prozent über dem sonstigen Level liegen. "Dennoch bin ich optimistisch, dass wir die Vorhaben wie geplant durchführen können", so Jesierski.

 

 

Der Zuschlag an das Narsdorfer Unternehmen erfolgte für knapp 48 000 Euro brutto. Diese Summe erscheine sehr hoch, hakte Gabriele Sporbert (CDU) nach. "Wir sind bei der Ausschreibung vom schlimmsten Fall ausgegangen, damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt", erklärte Kerstin Jesierski. Das Sozialgebäude sei ein Altbau, Unterlagen wären nur teilweise vorhanden. Der Raum habe eine Grundfläche von 70 Quadratmetern und über drei Meter Raumhöhe. Unter dem Fußboden habe sich die Nässe gestaut, viel Boden müsse entnommen werden. Das habe alles per Hand zu erfolgen, weil keine Baumaschinen zum Einsatz kommen könnten. "Umbaumaßnahmen sind nicht vorgesehen, es geht nur um den Bestand", stellte die Bauchefin klar.

 

 

Für die Arbeiten an den beiden Gebäuden erhält die Kommune eine hundertprozentige Förderung. Frank Rudolph (UWG) regte an, darüber nachzudenken, ob man nicht Solarmodule aufs Dach setzen könnte. Geithain habe auf diesem Gebiet Nachholebedarf. Werde etwas neu gemacht, würden sich solche Ergänzungspunkte aus dem Haushalt der Stadt anbieten.

 

 

Bürgermeisterin Romy Bauer (parteilos) gab den Stadträten einen kurzen Überblick über den Stand der Vorhaben zur Beseitigung von Hochwasserschäden. Für neun von ihnen liegen die Förderbescheide im Rathaus vor, fertiggestellt ist bereits die Eula-Brücke zwischen Stadion und der Kleingartenanlage "Alte Heimat". Zum Bescheid für die neue Heizung im Kinder- und Jugendhaus hat das Rathaus Widerspruch eingelegt, weil die Frist zur Umsetzung zu kurz gewesen sei. Förderanträge für acht weitere Vorhaben seien gestellt, so Bauer. Am wichtigsten sei die Instandsetzung der Gewässerbetten, beispielsweise an der Eula in Wickershain. Weitere acht Anträge waren zum Zeitpunkt der Sitzung in Arbeit, beispielsweise für die Parkplätze an der Altenburger und der Colditzer Straße. Darüber hinaus müssten noch zehn Fördermittelanträge auf den Weg kommen, rundete die Stadtchefin das Bild ab.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2014
Inge Engelhardt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Geithain

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr